Neuss (NGZ). Neuss (-nau) Innerhalb des Konzerns Stadt entwickelt sich das Lukaskrankenhaus nach Überzeugung des Verwaltungsratsvorsitzenden Dr. Heinz Günther Hüsch „zu einem Konzern innerhalb dieses Konzerns“.
Denn das Haus zieren schon zwei schmucke Töchter: die im Rheintor-Krankenhaus an der Hafenstraße angesiedelte PK Privatklinik sowie die Krankenhaus Service GmbH, an der das städtische Lukaskrankenhaus 51 Prozent hält. Beide Tochterunternehemn schreiben schwarze Zahlen, erklärte Hüsch am Mittwoch den Mitgliedern des Hauptausschusses.
Und er eröffnete dem Ausschuss als Gesellschafterversammlung, dass das Lukas eine dritte Tochtergesellschaft zu gründen gedenkt: Medizinische Versorgungszentrum GmbH soll sie heißen. Und ihre Gründung soll helfen, die erfolgreiche Klinik für Strahlentherapie zu sichern.
An der Klinik für Nuklearmedizin und klinische Radiologie bahnt sich für das kommende Jahr ein Chefarztwechsel an. Man sei dabei, einen Nachfolger für Professor Rainer Köster zu suchen, erklärte Hüsch, für den die Vergabe einer Chefarztposition immer auch eine unternehmensstrategische Bedeutung hat.
Zwei derartige Entscheidungen standen im vergangenen Jahr an, als mit Professor Michael Haude und Privatdozent Dr. Tobias Heintges die beiden Medizinischen Kliniken des Lukas einen neuen Chef bekamen. In beiden Fällen habe man eine exzellente Wahl getroffen. Ebenfalls vakant wird im kommenden Frühjahr die Chefarztstelle der Hals-Nasen-Ohren-Klinik. Dort wird im Frühjahr Professor Jürgen Schultz-Coulon verabschiedet.
In Zeiten enger Budgets arbeitet das Lukaskrankenhaus nach wie vor wirtschaftlich erfolgreich. Davon haben die Mitarbeiter etwas, denn anders als andere Kliniken im Land zahlt das Lukas Tariflohn, und betriebsbedingte Kündigungen sind ein Fremdwort.
Davon hat aber auch die Stadt etwas, denn das Lukaskrankenhaus kann auch in diesem Jahr einen, wie Hüsch betonte, „nicht sehr hohen Gewinn“ verbuchen, der zum Teil beim städtischen Kämmerer landet. Voraussetzung für die wirtschaftlich stabile Situation ist einerseits, dass das Haus sich gut auf das neue Finanzierungssystem im Gesundheitswesen eingestellt hat, das nach Fallpauschalen abrechnet.
Die, wie Hüsch betont, „existenziell wichtige Anpassung an den vom Gesetzgeber verordneten Durchschnittspreis“ sei gelungen. Andererseits stimmt die Kasse, weil die Krankenkassen bei den Budgetverhandlungen die gestiegenen Patientenzahlen berücksichtigten.
Sehr getroffen, so versicherte Hüsch abschließend, hätte Verwaltungsrat, Geschäftsführung, Ärzte, aber auch Mitarbeiter das Ergebnis einer Patientenbefragung durch die Techniker-Krankenkasse. Die zu den Bereichen Verpflegung, Hygiene und Sauberkeit geäußerte Kritik mahne Änderungen an. Hüsch: „Besser werden.“
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