Zahl der Verkehrsunfälle ist gestiegen (NGZ). Die Bundesstraße 477 aus Richtung Speck, Abzweig Eppinghover Mühle; die Ecke Further Straße/Josefstraße/Wolberostraße; die Kreuzung Tucherstraße/Am Blankenwasser/Am Fuchsberg; der Europadamm/Ecke Hessenstraße sowie der Hammfeld-/Europadamm/Anton-Kux-Straße: Was haben diese Kreuzungsbereiche gemeinsam? Die Zahl der verunglückten Radfahrer im Rhein-Kreis ist zurückgegangen.
Sie stehen unter der besonderen Beobachtung der Polizei, weil sie als so genannte Unfallhäufungsstellen gelten. Im Klartext: Dort krachte es in der Vergangenheit häufiger als an anderen Stellen. Eine Verbesserung wurde inzwischen schon umgesetzt: Wer auf dem Europadamm ins Hammfeld fährt und dort rechts ab auf den Hammfelddamm abbiegen will, wird statt Stopp-Schild nun durch per Ampel gebremst.
Ein umfangreiches Werk mit Unfallzahlen 2002, Hinweisen und Erklärungen legte die Polizei am Mittwoch mit ihrer jährlichen Unfallbilanz im Rhein-Kreis vor. Eine Bilanz, die für die Stadt Neuss nicht sonderlich positiv ausfällt. Mit fünf Verkehrstoten starben in 2002 so viele Menschen auf der Straße wie seit 1998 nicht mehr. Die Zahl der Schwerverletzten stieg um 28 Prozent auf 105, sank bei den Leichtverletzten um neun Prozent auf 495.
Die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt stieg um 2,5 Prozent auf 4.619, während im Vergleich in den Polizeiinspektionen Nord (Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch) sowie Süd (Grevenbroich, Dormagen, Jüchen, Rommerskirchen) ein Rückgang zu verzeichnen war. Hundertmal war Alkohol mit im Spiel, so viel wie im Jahr zuvor.
Einen klarer Rückgang konnten die Polizeibeamten bei den Unfällen notieren, wo eine zu hohe Geschwindigkeit eine wichtige Rolle spielte: Das war nur noch 70 Mal der Fall; 1998 lag die Zahl bei 120. Eine deutliche schlechtere Rolle als in den Jahren zuvor spielten Fußgänger: Ihr Verhalten war in 79 Fällen die Hauptunfallursache (2001: 58; 200: 55).
Keine gute Note erhalten die Fahrradfahrer im Rhein-Kreis: Trotz ihrer ständigen Zunahme am Straßenverkehr und trotz ihres "auffällig massiven Fehlverhaltens", so heißt es schwarz-auf-weiß im Unfallbericht 2002, ist die Zahl der verunglückten Radler um fast neun Prozent auf 463 zurückgegangen.
Ein Radfahrer starb in 2002 bei einem Verkehrsunfall, 77 (2001: 60) wurden schwer, 302 (366) leicht verletzt. Häufigste Fehler sind die Benutzung der falschen Fahrbahn und der Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot sowie Fehler beim Abbiegen, Wenden und Einfahren in den fließenden Verkehr. -schum
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