Neuss (NGZ). Noch bis zum 16. Mai findet in München unter dem Motto "Damit ihr Hoffnung habt" der zweite Ökumenische Kirchentag statt. Die Veranstalter erwarten insgesamt mehr als 100 000 Besucher, auch einige Neusser sind unter den Gläubigen.
Eröffnungsgottesdienst gestaltet
Der Bekannteste ist sicherlich Gregor Linßen. Mit seiner Gruppe AMI war der Musiker und Komponist schon beim ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin dabei. Gestern gestaltete er mit eigenen Liedern und Texten den Eröffnungsgottesdienst auf der Münchener Theresienwiese. Vor fünf Jahren schrieb er die Hymne für den Kölner Weltjugendtag, nun will er den Kirchentag nutzen, um im Münchener Kongresszentrum sein Oratorium "Petrus und der Hahn" einem großen Publikum vorzustellen. Linßen arbeitet in Neuss oft mit Kreisjugendseelsorger Marcus Bussemer zusammen und auch in München werden die beiden sich wohl über den Weg laufen. Gemeinsam mit seinem evangelischen Kollegen, Jugendreferent Axel Büker, hat Bussemer eine ökumenische Jugendfahrt in die bayrische Landeshauptstadt organisiert. Rund 30 Jugendliche und junge Erwachsene sind mit ihm unterwegs. "Das zeigt, wie gut Ökumene bei uns in Neuss und im Rhein-Kreis auf Jugendebene funktioniert", sagt Bussemer. Anke Rieg von der evangelischen Kirchengemeinde Norf-Nievenheim-Rosellen hat sich ebenfalls mit einigen Jugendlichen auf den Weg machen. Ihre insgesamt 19 Teilnehmer sind zwischen 13 und 15 Jahren alt. Für alle ist es der erste Ökumenische Kirchentag.
Auch Schülergruppe ist dabei
Zum ersten Mal wird auch eine Neusser Schule mit einer großen Abordnung vertreten sein. Wer da direkt an die Erzbischöfliche Schule Marienberg denkt, liegt allerdings falsch. Jutta Arends, engagierte Religionslehrerin am Quirinus-Gymnasium, hat die Fahrt für ihre Schüler angeboten. Sie will vor allem Kindern und Jugendlichen, die nicht mehr in Gemeinden eingebunden sind, die Chance zu einer intensiven Glaubens- und Gemeinschaftserfahrung ermöglichen. "Ich habe immer sehr gute Erfahrungen bei Kirchentagen, egal ob diese Evangelische, Katholische oder Ökumenische waren", sagt die Pädagogin. Den Besuch solcher Veranstaltungen möchte Arends nun am Quirinus-Gymnasium etablieren, plant schon für die nächsten Kirchentage.
In München erwartet sie nun eine ereignisreiche Zeit. Schließlich wird sie von fast 70 Schülern begleitet – untergebracht in einer Turnhalle.
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