Neuss (NGZ). Neuss Das wird ein Jahr des Motorsports im Rhein-Kreis Neuss: 2008 stehen nicht nur bekannte Höhepunkte wie der Neusser Autosalon oder das Oldtimer-Event „Classic Days“ auf dem Programm.
Formel 1-Pilot Nick Heidfeld wird - wie 2004 Uwe Seeler oder in diesem Jahr zum wiederholten Male Boris Becker - als prominenter Gast die Aufmerksamkeit auf das Golfturnier der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Rhein-Kreises Neuss, den „WFG Business Cup“ lenken.
„Außerdem wird es 2008 ein Motorsport-Event im Rhein-Kreis Neuss geben“, sagt Kreis-Wirtschaftsförderer Jürgen Steinmetz. Um Details bekannt zu geben, sei es allerdings noch zu früh.
Dass Heidfeld im Golfpark Rittergut Birkhof von Hans Georg Osterspey den Lenker seines BMW-Sauber-Boliden gegen den Golfschläger tauschen wird, zurrten Steinmetz und Stephan Meister, Leiter Unternehmenskommunikation des Hauptsponsors des WFG Business Cups, der Sparkasse Neuss, am Samstag im Vorfeld des Großen Preises von Europa am Nürburgring fest.
Nick Heidfeld
Nick Heidfeld wurde am 10. Mai 1977 in Rheydt geboren und lebt in Stäfa in der Schweiz. Nick Heidfeld betreibt den Motorsport seit 1984. Seinen ersten großen Sieg errang er 1994 in der Formel Ford 1600. 1997 machte er seine erste Testfahrt in einem Formel 1-Wagen bei McLaren Mercedes. In der letzten Saison wurde er in Ungarn Dritter, danach fuhr er mehrfach auf Platz vier.
Der Kontakt zu Heidfeld wurde über Rüdiger Hack geknüpft. Von 1986 bis 2001 selbst Rennfahrer - unter anderem GT-Meisterschaften, Porsche-Cup - organisiert Hack mit seinem Unternehmen GP Racing Events in Koblenz inzwischen hochklassige Rennsport-Events. Einer seiner Partner: die „Racing School“ von Sven Heidfeld, früher wie sein Bruder Rennfahrer, zum Beispiel in der Formel 3, heute Rennsport-Kommentator bei Premiere.
„Schon im Vorfeld des Grand Prix in Monaco konnte ich Nick Heidfeld vom Benefiz-Golfturnier im Rhein-Kreis berichten, jetzt habe ich seine Zusage“, so Hack. Der Formel 1-Pilot spielte schon als Jugendlicher Golf und pflegt den Sport intensiv - auch als Ausgleich zu den Belastungen durch die Formel 1. Für Steinmetz ist Heidfeld das ideale Zugpferd für den Business Cup ’08: „Er besitzt die nötige Popularität, und er stammt aus Rheydt, also aus unserer Region.“
Wie Boris Becker verzichtet auch Heidfeld auf ein Honorar. Der Erlös des Turniers wird erneut einem karitativen Zweck zugute kommen. Apropos guter Zweck: Am Samstag ebenfalls am Nürburgring mit dabei war Franz Eßer, Geschäftsführer des Sozialdienstes Katholischer Männer (SKM) in Neuss. An den SKM gingen die Reinerlöse aus einer Tombola und dem Verkauf eines Sammlerplakates beim jüngsten Neusser Autosalon.
Im Dorint Hotel am Nürburgring trafen Meiser und Eßer die Rennfahrer-Legende Niki Lauda. Der mehrfache Weltmeister hatte zugestimmt, dass zum Autosalon ein Poster mit Fotos und Texten zu seinen größten Erfolgen produziert werden dürfte. Eines der Plakate sollte er am Samstag zum Dank bekommen, doch Lauda hatte spontan eine bessere Idee: Auf Vor- und Rückseite signierte er das Geschenk und schlug vor, das so entstandene Unikat zugunsten des SKM zu versteigern (Bericht und weitere Infos folgen).
In Abstimmung mit der Kreis-Wirtschaftsförderung konnte Meiser Lauda zudem für das kommende Jahr zu einer Veranstaltung zu den Themen Automobilwirtschaft, Logistik und Flughafen einladen. Als Motorsportexperte und Chef der Airline Niki Luftfahrt wäre Lauda mehr als nur ein prominentes Aushängeschild. Der 58-Jährige will gern dabei sein, wenn es sein Kalender zulässt: „Motorsport und Luftfahrt, da bin ich gern dabei. Wir kennen uns jetzt, kein Problem, ruft mich einfach an.“
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