Neuss (NGZO). Der große Kahlschlag bleibt aus: Der Jugendhilfeausschuss folgt den Kürzungsvorschlägen der Verwaltung nicht, ein 1,4 Millionen Euro großes Sparpaket wird es nicht geben.
Dennoch soll der Jugendbereich nach dem Willen der CDU/FDP-Koalition dieses Jahr 50 000 Euro sparen müssen. In 2011 weitere 100 000 und in 2012 nochmals 300 000 Euro. Das lehnten zwar SPD, Grüne und die stimmberechtigten Wohlfahrtsverbände ab, doch im entscheidenden Finanzausschuss haben Letztere keine Stimme und die Koalition eine Mehrheit. Deren Vertreter Thomas Nickel (CDU) und Achim Rohde (FDP) machten deutlich, dass (aufgrund der Bereitstellung von U3-Plätzen und Ausgaben bei den Hilfen zur Erziehung) der Jugendbereich sogar mehr Geld ausgeben wird. Folgende Kürzungen wurden zurückgenommen:
Schwimmkarten: Kinderreiche Familien erhalten Freikarten wie bisher.
Schulwerkstätten: Es werden keine 190 700 Euro gestrichen, der Ansatz bleibt bei 302 000 Euro.
Kinderbüro: Die Arbeit (inklusive Spielmobil) bleibt uneingeschränkt erhalten; CDU/FDP sind dafür, dass das Spielmobil bleibt und für die Arbeit des Kinderbüros eine andere Struktur gesucht wird.
Offene Türen/Gemeinwesenarbeit/Streetworker: Kürzungen von mehr als 510 000 Euro wird es nicht geben, die Zuschüsse bleiben wie vorgesehen und damit auch die Arbeit der Streetworker.
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