Neuss (NGZ). Die Schließungspläne für die beiden Grundschulen St.-Hubertus und die Barbaraschule werden zumindest in der nächsten Zeit nicht umgesetzt. Diesen Eindruck haben die Elternvertreter beider Schulen nach zwei Podiumsdiskussionsveranstaltungen gewonnen.
"Bei uns wächst die Hoffnung auf den Erhalt unserer Schule", sagt Horst Tauwel, Schulpflegschaftsvorsitzender der Hubertus-Schule.
Am kommenden Donnerstag berät der Schulausschuss über das Schulschließungspaket, mit dem die Rathausverwaltung für große Aufregung sorgt. Danach sollen ab kommenden Schuljahr zwei Grund-, zwei Haupt- und zwei Realschulen geschlossen werden bzw. auslaufen. Die Reaktionen in der Politik sind vor allem in Bezug auf die beiden Grundschulen einhellig: Eine Schließung kommt nicht in Betracht.
"Das geben die Schülerzahlen einfach nicht her", sagt der schulpolitische Sprecher der CDU, Andreas Hamacher, mit Blick auf die Hubertus-Grundschule. "Die Anmeldezahlen haben zwar eine wellenförmige Bewegung, sind aber stabil."
Er lehnte in der Diskussionsrunde eine Schließung ebenso ab wie die Vertreter von SPD (Hartmut Rohmer), FDP (Heinrich Köppen, Achim Rohde) und Grüne (Burkhard Hinzen). Gleichwohl wird die Schule ihre Öffentlichkeitsarbeit fortsetzen: heute (ab 10 Uhr) die Unterschriftensammlung beim Straßenfest der Einzelhändler, am Montag (ab 17.15 Uhr) mit einem Demonstrationszug von der Stadthalle zum Rathaus. Tauwel: "Wir werden bis zur Entscheidung im Rat für unsere Schule kämpfen."
Aufatmen auch bei den Betroffenen an der Barbaraschule: "Die Politiker aller Fraktionen haben sich bei unserer Podiumsdiskussion gegen eine Schließung ausgesprochen", sagte Schulpflegschaftsvorsitzende Petra Ajdarpasic. "Aber wir Eltern bleiben am Ball."
Unterdessen hat Bürgermeister Herbert Napp in einem Gespräch mit den CDU-Schulpolitikern einen neuen Vorschlag eingebracht. Danach sollen – mit Blick auf die Errichtung einer neuen Gesamtschule – die beiden Realschulen in der Nordstadt zusammengeführt werden. An der Christian-Wierstraet-Realschule soll ein weiterer Zug eingerichtet werden, nur mit Mädchen, um die Mädchenförderung der Mildred-Scheel-Realschule fortzusetzen.
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