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Landtagswahl: Porträt: Hans-Peter Fantini (FDP)

VON KLAUS D. SCHUMILAS - zuletzt aktualisiert: 22.04.2010 - 21:48

Landtagswahl (NGZ). Malta statt Wahlkampf: Podiumsdiskussion beim Paritätischen Wohlfahrtsverband, einen Tag später sitzen die gleichen Neusser Direktkandidaten bei den Sozialverbänden und diskutieren. In beiden Fällen fehlt Hans-Peter Fantini.

Hans-Peter Fantini (66) tritt bei der Landtagswahl für die FDP als Direktkandidat an.  Foto: Andreas Woitschützke
Hans-Peter Fantini (66) tritt bei der Landtagswahl für die FDP als Direktkandidat an. Foto: Andreas Woitschützke

Scheut der Liberale den direkten Schlagabtausch? „Auf keinen Fall“, sagt der 66-Jährige mit einem Lächeln, „aber ich war im Urlaub.“ Mit Ehefrau Gabriele auf Malta. „Als wir gebucht haben, war ich noch gar nicht FDP-Kandidat.“ Das geschah im vergangenen Dezember und zeigte Fantini, wie schnell es bei einer kleinen Partei nach oben gehen kann, als die Mitglieder überraschend ihn und nicht den bis dahin vorgesehenen Michael Riedl nominierten.

Seitdem kennt Fantini, der in Thüringen geboren wurde und seit 16 Jahren in Neuss lebt, nur wenig Freizeit. Obwohl der frühere Inhaber einer Modeagentur im Euromoda im vorgezogenen Ruhestand ist. Landtagswahlkampf, aber vor allem seine Mitgliedschaften in diversen Ausschüssen des Stadtrates (u.a. Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses) binden ihn.

„Im Geiste schon immer Mitglied“

Zur FDP fand Fantini erst 2002, „aber im Geiste war ich schon immer Mitglied“. Kreisvorstand, Stadtverordneter und Landtagskandidat – „in einer kleineren Partei kann es vielleicht etwas schneller in Ämter und Funktionen gehen“. Bei seiner Kandidatur für den 9. Mai hält er es zwar nach eigenen Worten mit dem olympischen Motto „dabei sein ist alles“.

Aber vor allem gehe es um Stimmenkampf für die Partei. Die sei, so Fantini, einer „auch mediengesteuerten Kampagne“ ausgesetzt. „Die Kritik ist übertrieben, das wird sich nach der Wahl wieder legen.“ In vielen Teilen des wirtschaftspolitischen Lebens müssten Abläufe vereinfacht werden, mitunter andere Prioritäten gesetzt werden. Auch mit Blick auf die Steuersenkungsdiskussion rund um die Bundespartei „dürfen einmal getroffene Entscheidung auch neu bewertet werden“.

Der Schütze (Schützenlust-Zug „Ohne Jedöns“) und USA-Fan, wo er Jahre lebte, bezeichnet sich als Wirtschaftsliberaler. Diese Position gefällt mir, das ist ein Thema, in dem ich mich auskenne. Ich kann mich mit den Sorgen des Einzelhandels identifizieren, aus dem Bereich komme ich schließlich. Ich habe kleine Modehändler erlebt, die keine Kredite bekamen.“ Vor den Gefahren des ECE-Centers für die Innenstadt „habe ich als Erster gewarnt“.

Quelle: NGZ


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