Neuss (NGZO). Es ist die zweite Nacht hintereinander, in der Diebe gegen 4 Uhr einen Geldautomaten in Neuss gesprengt haben. Die Polizei prüft einen möglichen Zusammenhang der Fälle - auch in benachbarten Behörden.
In der Nacht zu Dienstag verschafften sich die Täter in Holzheim vermutlich über das Flachdach Zugang in das Gebäude einer VR-Bank an der Martinstraße. Im ersten Obergeschoss stiegen sie durch ein Fenster ein. Auf bislang noch ungeklärte Art und Weise sprengten sie im Vorraum der Bank einen Geldausgabeautomaten auf, ein zweiter Automat wurde ebenfalls zerstört, aber nicht geöffnet. Mit dem erbeuteten Bargeld gelang es den Unbekannten zu entkommen.
Ermittlungen der Polizei ergaben, dass gegen 4 Uhr ein Zeuge einen lauten Knall aus dem betroffenen Gebäude und kurz darauf ein mit quietschenden Reifen wegfahrendes Fahrzeug gehört hatte.
Theodor Siebers, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Dormagen, beziffert den Schaden auf 100.000 Euro. Größter Posten: die Automaten. Die Filiale blieb am Dienstag geschlossen, am Mittwoch soll der Betrieb aufgenommen werden.
Bereits in der Nacht zu Montag - ebenfalls gegen 4 Uhr - hatten Unbekannte einen Sparkassen-Geldautomaten in einem Pavillon am Hammfelddamm gesprengt und konnten mit der Beute fliehen. Auch dort entstand erheblicher Sachschaden. Die Filiale ist bis auf weiteres geschlossen.
Bisher liegen der Polizei noch keine konkreten Hinweise auf den oder die Täter vor. Sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen oder sonstigen Beobachtungen, die in einem Tatzusammenhang stehen könnten, nimmt die Polizei in Neuss unter 02131-3000 entgegen.
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