Neuss (NGZ). Der Trend zu Gesamtschule und Gymnasium hält bei den Neusser Eltern unvermindert an. Nach der ersten Anmelderunde musste 140 Schüler abgewiesen werden, die an den drei Gesamtschulen nicht angenommen werden konnten. Insgesamt 339 Viertklässler wurden aufgenommen.
Nelly-Sachs-Gymnasium Mit 156 Kindern verzeichnet das Gymnasium an der Weberstraße deutlich mehr Anmeldungen als noch im Jahr zuvor (114). Das hat zur Folge, dass die Schule zehn Schüler abgibt und mit dann 146 Kindern ausnahmsweise mit fünf Eingangsklassen im Sommer starten wird. Bauliche Erweiterung gibt es dadurch kleine Eltern und Schüler haben sich nicht von dem Umstand beeinflussen lassen, dass die Schule nach dem Weggang von Hanns Friedrich Noirhomme noch keinen neuen Direktor hat.
Humboldt-Gymnasium Mit 94 Anmeldungen hat das Gymnasium zehn weniger als im Vorjahr. Nach dem Koordinierungsverfahren kommt die Schule auf 124 Schüler und bildet vier Klassen.
Auswärtige Schüler
Die Zahl der Schüler aus umliegenden Städten, die Neusser Gymnasien besuchen, ist rückläufig. Vor allem am Marie-Curie-Gymnasium (vier), das früher höhere zweistellige Zahlen hatte. Den größten Anteil hat das "Quirinus" mit 20 Schülern, davon 17 aus Kaarst.
Quirinus-Gymnasium Dort liegen die Anmeldezahlen auf etwa dem gleichen Niveau wie im vorigen Jahr. Neun der 129 angemeldeten Viertklässler werden nicht aufgenommen und müssen ein anderes Gymnasium besuchen.
Gymnasium Norf Den mit Abstand größten Ansturm auf ein städtisches Gymnasium erlebte das Gymnasium Norf: Dort wurde mit 199 Schülern knapp die 200er-Marke verfehlt. Die Schule wird zum fünften Mal in Folge sechs Eingangsklassen bilden. Ein Ergebnis, dass Direktor Klaus Killich "sehr, sehr zufrieden" stimmte. Zum ersten Mal müssen Kinder abgelehnt werden – zwölf an der Zahl. "Unser gutes Schulprofil und das Baugebiet Allerheiligen", nennt Killich als Gründe. Im darauffolgenden Schuljahr 2012/13 könnten noch einmal sechs Züge eingerichtet werden, dann wären die räumlichen Kapazitäten erschöpft, und die Schule in Unter- und Mittelstufe durchgehend sechszügig.
Marie-Curie-Gymnasium "Zufrieden" zeigte sich die neue Schulleiterin Emmy Tressel mit den 106 Anmeldungen an ihrer Schule. "Wir werden insgesamt maximal 111 Kinder aufnehmen, womit wir sicher stellen können, dass die Klassen nicht so groß sind." Nach wie vor übe das bilinguale Profil der Schule "anziehende" Wirkung auf Viertklässler aus, so Tressel.
Marienberg-Gymnasium Die erzbischöfliche Schule wird im Sommer erstmals seit Jahren fünf statt sechs Eingangsklassen bilden.
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