Neuss (NGZ). Neuss/St. Paul Amerika hat gewählt - und Deutschland jubelt mit. Barack Obama, der 44. Präsident der Vereinigten Staaten, ist zugleich der erste mit afrikanischen Wurzeln. Für Hans-Joachim Reich, den Vorsitzenden der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Neuss (DAGN) ist das die eigentliche Sensation der Wahlnacht - auch wenn sie sich abgezeichnet hatte.
Er stellt Obamas Erfolg in eine Reihe mit dem Fall der Mauer, dem ersten Mann auf dem Mond oder Olympia in Peking. „Das wäre doch alles in den 1950er-Jahren undenkbar gewesen“, sagt Reich, Jahrgang 1949. „Ich bin glücklich, dieser Generation anzugehören.“
Sechs Flugstunden weiter westlich freut sich Linda-Rose Michel unter gleichen Vorzeichen. Obamas Wahl ist für die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees in der amerikanischen Partnerstadt St. Paul die Bestätigung, dass es ihn noch gibt, den amerikanischen Traum. „In diesem Land ist alles möglich.“
St. Paul, Hauptstadt von Minnesota. Im September hatten die Republikaner in dieser Stadt mit John McCain ihren Präsidentschaftskandidaten für das Weiße Haus nominiert. Weil, so erklärt Bill Salisbury von der Zeitung Pioneer Press seinen Lesern, Minnesota bei den Wahlen 2000 und 2004 besonders hart umkämpft war.
2008, so der Kolumnist, glaubten die Republikaner, Minnesota erobern zu können. Sie schafften es nicht. Gleich nach dem Schließen der Wahllokale wurde Barack Obama als Sieger ausgerufen, zu eindeutig waren die Prognosen - und das Ergebnis: Fast 1,6 Millionen Bürger Bundesstaates gaben ihm die Stimme.
Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.