Banküberfall (NGZ). Eine Frau, unauffällig wie ein Papagei, hat Montag Nachmittag die Sparkasse am Hermannsplatz überfallen und ausgeraubt. Sie konnte zu Fuß, in, wie eine Zeugin beschrieb, "braunen, klobigen Schuhen mit etwas größerem Absatz" vor der von allen Seiten zum Tatort eilenden Polizei-Streitmacht fliehen und war auch aus der Luft nicht auszuspähen - trotz lila farbiger Jacke.
Der Hubschrauber, der um kurz nach 16 Uhr aufstieg und über der Innenstadt kreiste, brach die Suche eine knappe Stunde später wieder ab. Bis zum Abend fahndete die Polizei ohne Erfolg nach ihr. Es war 15.50 Uhr, als die Frau die Geschäftsstelle der Bank betrat und direkt zum Schalter ging. Kunden, so der Polizeibericht, hielten sich zu diesem Zeitpunkt nicht in dem Raum auf. Die Räuberin schob der Kassiererin einen hellen Leinenbeutel mit der Aufforderung zu, diesen mit Bargeld zu füllen.
Nachdem die 30-jährige Angestellte dies getan hatte, floh die Frau in unbekannte Richtung. Zur Höhe der Beute machten Bank und Polizei keine Angaben. Obwohl der Überfall nur kurz dauerte, konnte die Angestellte der Polizei eine sehr präzise Beschreibung von der Räuberin liefern. Zusammenfassend wird diese als gepflegte Erscheinung beschrieben.
Die Frau sprach deutsch und das akzentfrei. Nach Angaben der Angestellten ist die Täterin etwa 43 Jahre alt und etwa 1,68 Meter groß. Sie ist von korpulenter Figur und hat ein blasses, helles Gesicht. Maskiert war sie - wenn man überhaupt davon sprechen will - mit einer leicht getönten Sonnenbrille. Auf dem Hut trug sie einen hellen Hut in Form einer Melone. Zur lila Lederjacke trug sie eine hellbraune Stretchhose und die schon erwähnten Schuhe. Hinweise auf die Täterin oder Angaben zum Tathergang oder zum Verbleib der Beute erbittet das Kommissariat 21 der Kripo Neuss unter Telefon 3000.
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