Neuss (NGZ). Rund 15.000 Besucher werden erwartet, wenn am 22. August DJs und Liveacts aus der Techno-Szene beim "Circle of Love" auftreten. Die Veranstalter halten das Gelände auch nach der Duisburger Tragödie für ideal.
Einen schlechteren Zeitpunkt hätte man sich nicht denken können. Nur wenige Tage nach der verheerenden Tragödie bei der Loveparade in Duisburg stehen Ali Özoglu, Bernd Altwasser und Mike Schwandt auf der Terrasse des Restaurants am Rennbahnpark und schauen auf das vor ihnen liegende Gelände. Dort wird am 22. August das Techno-Festival "Circle Of Love" stattfinden. Ein Open-Air-Ereignis, das in den vergangenen Jahren – 2009 hat es auf der Halde Rheinpreußen in Moers stattgefunden – Tausende von Besuchern und Fans der Techno-Szene an verschiedenen Orten angelockt hat.
Jetz wird es in Zusammenarbeit mit Neuss-Marketing zum ersten Mal auf der Galopprennbahn über die Bühne gehen. "Eine Absage des Festivals kam für uns zu keinem Zeitpunkt infrage", sagt Özoglu. "Die Umstände in Duisburg, vor allem aber die wohl ungenügenden Planungen und Vorbereitungen, sind nicht mit den hiesigen Verhältnissen zu vergleichen."
Das Festival
Datum Sonntag, 22. August, 10 bis 22 Uhr
Karten 27 Euro (+VVK-Gebühr), unter 02131-404239
Eigene Regeln Das Baden in den Teichanlagen, so wie das Betreten der Rennbahn selbst sind strengstens verboten.
Einlass ist ab 16 Jahren.
Wenn es nach ihm geht, wird das Festival dort auch in Zukunft bleiben. "Als ich das erste Mal auf der Terrasse stand und das Gelände sah, war mir sofort klar, welches Potenzial dieser Veranstaltungsort hat", sagt er und gerät weiter ins Schwärmen. "Nach dem Umbau und der Neugestaltung des Areals bietet der Park eine ideale Situation. Auf fast 75 000 Quadratmetern kann man eine Menge schöner Sachen machen, und genau das haben wir vor."
Helfen wird ihm dabei Bernd Altwasser, Geschäftsführer der "abiagenten", seit Jahren in der Szene aktiv und mit der Ausrichtung solcher Events vertraut. Dritter im Bunde ist Mike Schwandt aus der Geschäftsführung des Rennbahnparks. "Wir rechnen mit 15 000 Besuchern," sagt Altwasser. Dass diese Anzahl von Menschen auf dem Gelände auch Platz finden wird, ist für ihn keine Frage.
"Selbst wenn man die Aktionsflächen der Bühnen und Verkaufsstände hinzurechnet, werden alle, die kommen, ausreichend und komfortabel Gelegenheit haben, zu feiern", sagt er. Peter Rebig, Geschäftsführer von Neuss-Marketing, erklärt dazu, dass im Vorfeld, bevor die Sache überhaupt steigt, alle Vorgaben geprüft und die erforderlichen Genehmigungen rechtzeitig eingeholt werden: "Und das hat selbstverständlich nichts mit den erwähnten tragischen Ereignissen zu tun, das ist Standard."
Bislang haben ihm die Festival-Macher allerdings noch keine Unterlagen vorgelegt. Überhaupt scheint es so, als ob einige Punkte noch geklärt werden müssten – zum Beispiel wie mit dem Teich und dem Schützenzelt, das dann schon an der Rennbahn steht, umgegangen wird. Das Festival selbst wird einiges bieten: Paul Kalkbrenner, Lexy & K-Paul, whomadewho oder Michael Meyer sind Namen, die Insidern das Herz höher schlagen lassen. Es wird DJs geben, die auflegen, aber auch Liveacts, es gibt zum Aufwärmen eine Preparty und für alle, die am Ende immer noch nicht genug haben, selbstverständlich eine Afterparty.
Es wird Workshops und Seminare rund um die Veranstaltungen geben. Die Organisatoren planen langfristig, eine Einrichtung zu etablieren, die nicht nur eine reine Musikshow sein soll. "In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder mal Pech gehabt. Entweder lag es am Wetter oder an nicht optimalen Standorten", sagt Altwasser, "aber sind wir sicher, in Neuss einen Platz gefunden zu haben".
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