Neuss (NGZ). Der Neusser an sich ist eine eher friedliche Natur – zumindest wenn es darum geht, mit Gleichgesinnten öffentlich gegen einen Missstand zu protestieren. Am Freitag wird es eine der seltenen Demonstrationen geben: Von der Kirche St. Paulus an der Maximilian-Kolbe-Straße in Weckhoven aus wird sich um 15.30 Uhr ein Protestzug in Richtung Ladenzentrum in Bewegung setzen.
"Wir wollen auf die geplanten Einsparungen im Jugend- und Sozialhaushalt der Stadt aufmerksam machen", sagt Pfarrer Dirk Thamm, der mit an der Spitze der Protest-Bewegung steht.
Aufgerufen zur Demonstration hat die Stadtteilkonferenz, ein Zusammenschluss der verschiedenen Vereine, sozialen Einrichtungen und Kirchen in Weckhoven. Auch wenn die Politik in den Beratungen der Fachausschüsse von den ursprünglichen Einsparungen in Höhe von 1,4 Millionen Euro abgerückt ist, so stehen auch die verbliebenen Kürzungen in der Kritik.
Der Jugendhilfeausschuss hatte beschlossen, in diesem Jahr 50 000 Euro einzusparen, in 2011 weitere 100.000 sowie in 2012 nochmals 300.000 Euro. "Falsch", so Thamm. "Wir befürchten, dass der Finanzausschuss am Dienstag höhere Kürzungen beschließt. Jede Kürzung hätte zur Folge, dass Personal abgebaut werden müsste. Damit würde die Arbeit der Einrichtungen stark eingeschränkt."
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