Unternehmer- Frühstück: "Langfristig eine positive Entwicklung"
zuletzt aktualisiert: 06.11.2003 - 21:04(NGZ) In der Sparkasse Neuss in Korschenbroich begrüßten Bürgermeister Heinz Josef Dick und Dietmar Mittelstädt, stellvertretendes Vorstandsmitglied des Kreditinstituts, etwa 100 Gäste zum ersten "Unternehmer-Frühstück".
Diese Veranstaltung wird als ständig wiederkehrende Einrichtung einmal im Jahr stattfinden. Dick freute sich über das große Interesse und stellte seinen Zuhörern Heinz Stiegen und Wolfgang Meyer vor, die als Geschäftsführer die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Korschenbroich leiten.
Stiegen hatte Referenten für Vorträge gewinnen können, die den Anwesenden Wege zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des eigenen Unternehmens und der Stadt wiesen. Herbert Hilger und Michael Kalus, Inhaber der Neusser Kanzlei KBHT Kalus + Hilger, gaben eine Antwort auf die Frage "Unternehmensnachfolge, die Zeit drängt!?".
Sie erwarten nächstes Jahr eine Reihe von nachteiligen Veränderungen auf den Gebieten Schenkungs- und Erbschaftsteuer. Deshalb zeigten sie Gestaltungsmöglichkeiten des Unternehmers bei einer Betriebsübergabe an Nachfolger auf.
Professor Dr. Rüdiger Hamm von der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach bestritt den theoretischen Teil der Untersuchung der "Wirtschaftlichen Strukturen und Entwicklungen in der Stadt Korschenbroich".
Seine Darstellung untermauerte Rainer Növer, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein, mit den Ergebnissen einer Befragung, die er mit den ortsansässigen Unternehmern ausgeführt hat. Hamm erinnerte daran, dass sich der Raum Korschenbroich vom ursprünglich landwirtschaftlich genutzten Gebiet zum bedeutenden Industrieraum mit Maschinenbau und Textilindustrie wandelte.
Nach deren Niedergang müsse sich Korschenbroich nun um die Ansiedlung von Dienstleistungsbetrieben bemühen. Növer stellte die Ergebnisse einer umfangreichen Fragebogenaktion vor, die die IHK 2002 in Angriff genommen hatte.
Die befragten Unternehmen lobten beispielsweise die zentrale Lage, die Anbindung an das Verkehrsnetz und das Erscheinungsbild der Stadt. Probleme hatten sie dagegen vor allem mit der Beschaffung von qualifiziertem Personal und mit der Höhe der Ver- und Entsorgungskosten.
Zusammenfassend meinte Hamm: "Die Beschäftigungsquote hat sich in Korschenbroich besser entwickelt als im Landesdurchschnitt. Die Standortfaktoren werden von den Unternehmen durchweg positiv beurteilt. Wenn die Verantwortlichen einige Punkte weiter verbessern, wird Korschenbroich langfristig mit der wirtschaftlichen Entwicklung zufrieden sein können." sk


















