Einigung mit Krankenkassen: Schweinegrippe-Test wird für Risikogruppe gezahlt
Düsseldorf (RPO). Die Krankenkassen zahlen künftig die sogenannten PCR-Tests zur genauen Bestimmung des Schweinegrippevirus nur für Versicherte aus der Risikogruppe. Darauf einigten sich nach Informationen unserer Redaktion der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) nunmehr. Zur Risikogruppe zählen chronisch Kranke und Schwangere.
Für die übrigen Verdachtsfälle sollen demnach weiterhin die Schnelltests angewendet werden. Sie weisen nur nach, ob überhaupt eine Grippe-Erkrankung vorliegt, nicht aber, ob es sich um das neuartige Virus A/H1N1 handelt. Die Schnelltests müssen weiterhin von den Patienten zunächst selbst gezahlt werden, das Geld erhalten die Versicherten aber nach Vorlage der Rechnung von ihren Krankenkassen zurück.
Über die Kostenübernahme für die Schweinegrippe-Tests hatte es zuvor Unklarheiten gegeben. Die Drohungen der gesetztlichen Krankenkassen, wegen der Impfungen zur schweinegrippe die Beiträge zu erhöhen, hatten heftige Kritik ausgelöst.
Zwischen dem GKV-Spitzenverband und der KBV hatte es Ende Juli Differenzen darüber gegeben, ob die Kosten für den PCR-Test von den Kassen übernommen werden sollten. Der PCR-Test wird dann vorgenommen, wenn der Schnelltest zur Schweinegrippe positiv ausfällt.































