Iran: Ahmadinedschad schickt seinen Stellvertreter zur WM

zuletzt aktualisiert: 02.06.2006 - 17:17

Berlin (rpo). Irans Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad will nun offenbar doch nicht selbst zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Deutschland reisen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes habe die iranische Botschaft angekündigt, dass Ahmadinedschad stattdessen seinen Stellvertreter zu den Fußballspielen schickt.

Kommt jetzt doch nicht selbst zur WM nach Deutschland: Irans Präsident Ahmadinedschad. Foto: AP

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte am Freitag in Berlin,  Ahmadinedschads Stellvertreter, der Vizepräsident und Sportbeauftragte des Landes, Mohammed Aliabadi, werde die iranische Mannschaft in Deutschland besuchen. Aliabadi werde sich vom 8. bis zum 13. Juni in Begleitung von Landesfunktionären in Deutschland aufhalten. Der Iran spielt am 11. Juni in Nürnberg gegen Mexiko.

Unterdessen haben iranische Oppositionelle klargestellt, dass sie während der Fußball-Weltmeisterschaft keine Protestaktionen gegen die iranische Nationalmannschaft in deutschen Städten planen. Dies habe der Vertreter des Nationalen Widerstandsrats des Iran (NWRI) in Deutschland, Javad Dabiran, zugesichert, teilte der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech (CDU) am Freitag in Stuttgart mit. Für den Fall eines Besuchs des iranischen Staatschefs Mahmud Ahmadinedschad seien jedoch Demonstrationen des NWRI vorgesehen.

Die iranische Fußball-Nationalmannschaft trifft am Sonntag in Deutschland ein. Ihr Quartier liegt in Friedrichshafen am Bodensee. Rech sagte, er sehe in dem Gespräch ein "konstruktives Signal", dass insbesondere auch für die Bürger in Friedrichshafen beruhigend wirken dürfte.


Quelle: afp2

 
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