Wir stellen den CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg vor.
Er wurde am 5. Dezember 1971 in München geboren, machte in Rosenheim Abitur. Sein Jura-Studium schloss Guttenberg mit einem Prädikatsexamen ab, sein Studium mit einem "summa cum laude".
Seit dem Jahr 2000 ist der Adelige mit Stephanie Gräfin von Bismarck-Schönhausen verheiratet, einer Nachfahrin Otto von Bismarcks.
Horst Seehofer setzt große Stücke auf ihn. In den sechs Jahren seit seinem Einzug in den Bundestag im Oktober 2002 hat er sich einen Namen als kompetenter Außenpolitiker gemacht.
Guttenberg hat Eigenschaften, die ihm im politischen Betrieb durchaus weit nach vorne bringen könnten. Er kann unfallfrei sprechen, besitzt eine schnelle Auffassungsgabe und gilt als strategischer Denker.
Doch hat Guttenberg in der CSU nicht nur Freunde. Ihm fehlt der Stallgeruch, mäkelte man bei seiner Ernennung zum Generalsekretär am 3. Oktober 2009.
Guttenberg entstammt einem alten fränkischen Adlesgeschlecht. 1158 wurde es erstmals urkundlich erwähnt. Sein Urgroßonkel pflegte enge Kontakte zu den NS-Widerstandskämpfern des Kreisauer Kreises.
Am 10. Februar 2009 übernahm er nach dem Rücktritt von Michael Glos den Posten des Bundes-Wirtschaftsministers.
Schon im Bundestags-Wahlkampf wurde klar, dass die neue Regierung auf zu Guttenberg bei der Bildung einer neuen Regierung nicht verzichten will.
Am 28. Oktober 2009 wurde er als Nachfolger von Franz-Josef Jung zum neuen Verteidigungsminister ernannt.
Mit 38 Jahren ist er der jüngste Verteidigungsminister in der Geschichte der Bundesrepublik.
Ersten Gegenwind verspürte der "Shootingstar" der deutschen Politiker-Szene im November, als er sich im Rahmen des Luftangriffs der Bundeswehr in Kundus mitverantworten sollte.