Kommentar: Die FDP steckt in einem Dilemma

VON MARTIN KESSLER -
zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 - 21:19

Düsseldorf (RP). Es ist im Augenblick angesagt, auf die FDP einzuprügeln. Dazu haben sicherlich die Liberalen mit ihrer nicht immer realistischen Steuer- und Wirtschaftspolitik beigetragen. Aber die Häme, mit der die Partei übergossen wird, geht zu weit.

Immerhin haben die Liberalen bei der Bundestagswahl als einzige politische Gruppierung für Staatsferne und Eigenverantwortung geworben. Das hatte ihnen auch viele Stimmen von CDU-Wählern eingebracht. Da steckt aber nun ihr Dilemma. Denn die beiden ur-liberalen Themen wie Steuersenkung und ausgeglichener Staatshaushalt passen derzeit nicht zusammen. Diesen inhaltlichen Widerspruch löst die FDP auf.

Deswegen kehren ihr viele im September zugefallene Wähler wieder den Rücken. Zudem schafft FDP-Chef Guido Westerwelle nicht den Spagat zwischen Außenamt und Parteiführung, sodass seiner Mannschaft die klare Orientierung fehlt. Zuguterletzt kommt der strategische Nachteil hinzu, dass die FDP nur noch die Union als Bündnispartner hat. Diesen Umstand macht sich die Union zunutze, wenn sie schwarz-grüne Signale aussendet.

Die Liberalen sind nicht zu beneiden. Ihre einzige Chance ist die Rückbesinnung auf ihre Grundsätze - bei einer realistischen Sicht auf das, was möglich ist.


Quelle: RP

 
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mensch@ | 09.02.10 14:53 (1/31)
Wahlversprechen
Was regen die sich denn auf. Wahlversprechen sind nun einmal dazu da, sich an diese nach der Wahl nicht mehr zu erinnern. Dann hat man auch kein Problem damit. - Oder man macht das so plump...
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ruesenberg | 09.02.10 14:09 (2/31)
Die FDP steckt in einem Dilemma
Wer bei der letzten Bundestagswahl eine Spaßpartei mit solch einem Vorsitzenden (Guido Mobil,Schuhsohlen mit 18%,moralisch geistige Erneuerung) gewählt hat ,kann meines Erachtens oben nicht...
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pharmakovi | 09.02.10 13:40 (3/31)
In hundert Tagen halbiert
Was fordern die Liberalen? ''Wir wollen die geistig-politische Wende!''. Und dann kommt diese Klientelpolitik heraus? Das ist die Höhe. Ich kann das Wort ''liberal'' nicht mehr hören! Entweder...
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