Preiserhöhungen unbegründet: Röttgen kritisiert Stromkonzerne

zuletzt aktualisiert: 22.11.2009 - 16:03

Berlin (RPO). Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat deutsche Energieunternehmen für ihre angekündigte Strompreiserhöhung kritisiert. "Es ist falsch, erneuerbare Energien für Strompreiserhöhungen verantwortlich zu machen", sagte Röttgen.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Foto: ddp

Richtig sei, dass der Förderanteil der erneuerbaren Energien am Strompreis äußerst gering sei,  sagte er der Tageszeitung "Die Welt". "Für einen vierköpfigen Haushalt macht das im nächsten Jahr 5,95 Euro an der Stromrechnung aus", sagte Röttgen.

Der Minister sieht die Hauptursache der geplanten Preiserhöhungen vor allem "im wirtschaftlichen Verhalten der Unternehmen selbst". So würden "nicht alle gesunkenen Einkaufspreise an die Kunden weitergeben", sagte Röttgen. Die Verbraucher forderte er auf, die Möglichkeiten des Wettbewerbs zu nutzen. Ihnen rät Röttgen: "Informieren, vergleichen, wählen."

Mit Blick auf die Weltklimakonferenz Anfang Dezember in Kopenhagen mahnte Röttgen ein rasches Handeln der Industriestaaten an. "Wir können dem Klima nicht sagen, gedulde dich noch fünf Jahre." Zugleich forderte er die USA auf, eine Führungsrolle zu übernehmen. "Während die USA bisher immer mehr CO2 produziert haben, werden jetzt Nettominderungen angestrebt. Die Richtung stimmt. Aus Sicht der Europäer ist das aber noch nicht genug."

Kopenhagen solle zugleich der Einstieg in eine klimafreundlichere Lebensweise sein. "Wir werden anders leben, anders produzieren, andere Produkte und Technologien haben. Das bedeutet nicht Verzicht, sondern mehr Lebensqualität und Wohlstandssicherung", sagte Röttgen. Auf Verbote will er dabei aber verzichten, denn er wolle "die Menschen nicht bevormunden". Allerdings gehörten Regelsetzungen dazu. "Regeln sind aber auch Innovationstreiber, weil die Wirtschaft dadurch verlässliche Bedingungen erhält, um zu investieren", sagte Röttgen.


Quelle: DDP/sdr

 
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Atlan da Gonozal | 23.11.09 08:02 (1/9)
Es gibt
nur einen Weg gegen diese Machenschaften vorzugehen und das ist die Verstaatlichung ALLER Energiekonzerne alles andere bringt nichts.
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Analyste | 22.11.09 23:30 (2/9)
Kopfrechnen: schwach, setzen, Herr Röttgen
Wenn jährlich mittlerweile etwa 10 Milliarden Euro in Deutschland für die Förderung der sog. ''Erneuerbaren Energien'' ausgegeben werden, und zwar um - bezogen auf eine kWh - diese um ca. 6...
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anonym | 22.11.09 23:29 (3/9)
Warum so gallig!
Die total verarmten Manager und Shareholder koennen sich kaum noch ihre Jets leisten. Alle Kritik ist zu unterbinden, willkommen in einer Gesellschaft: wo Ausbeutung, Abbau von Sozialleistungen...
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