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"Katholiken-Hasser": Stoiber greift Zeichner Janosch an

VON REINHOLD MICHELS - zuletzt aktualisiert: 09.06.2007 - 19:58

Düsseldorf (RP). Der CSU-Vorsitzende wirft dem berühmten Kinderbuchautor und Schöpfer putziger Figuren wie etwa der Tigerente vor, in seinem Hass auf alles Katholische ein falscher Prophet zu sein, der keinen Zugang zu Kinderzimmern haben sollte.

Scharf attackiert: Kinderbuchautor Janosch - hier mit „Papa Löwe“, einer Figur aus dem „Tigerenten“-Club - ist mit einer satirischen Zeichnung gegen die Kirche heftig in die Kritik geraten. Foto: ddp

Der Kinderbuchautor und alles Katholische hassende Horst Eckert, der unter dem Künstlernamen „Janosch“ berühmt wurde und legendäre Figuren wie Tiger und Tigerente geschaffen hat, ist ins Kreuzfeuer der Kritik von Edmund Stoiber geraten.

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende, der Ende September/Anfang Oktober beide Ämter wider Willen abgeben wird, hat dem in Schlesien gebürtigen, auf Teneriffa lebenden Janosch vorgeworfen, ein falscher Prophet zu sein. Man dürfe nicht zulassen, so Stoiber gestern in Berlin, dass der 76 Jahre alte Janosch mit seinen teilweise antireligiösen Zeichnungen und Äußerungen Zugang zu unseren Kinderzimmern erlange. Kirche, Gesellschaft und Politik müssten statt dessen an einem Strang ziehen und den Kindern Orientierung, Werte und Religion vermitteln.

Provozierende Zeichnung

Anlass für Stoibers scharfe Attacke ist offenbar die vor kurzem erneut verbreitete, sehr provozierende Zeichnung von Janosch mit dem Titel „Taufe“. Darauf zu sehen ist ein Geistlicher, der einem Täufling mit dem Hammer das Kreuz in den Bauchnabel treibt.

Janosch gehört als Beirat zur Giordano-Bruno-Stiftung, einer Vereinigung von Konfessionslosen und Menschen, die sich als Atheisten bezeichnen. Von Janosch, dem Schöpfer putziger Geschöpfe, sind schneidende Sätze wie diese überliefert: „Katholisch ist das Reizwort, dann gerate ich in eine unerträgliche Wut“, oder: „Die Taufe ist für die Eltern ein Zwang unter Androhung der ewigen Hölle“, oder: „Katholisch geboren zu sein, ist der größte Unfall meines Lebens.“

Edmund Stoiber, der 65-jährige Oberbayer, versteht sich auch in der Schlussphase seines aktiven politischen Lebens als bayerischer Ministerpräsident und Vorsitzender der CSU (beide Ämter wird er im Frühherbst abgeben) als ein dezidiert christlich-sozialer Spitzenpolitiker. Stoiber möchte das Bewusstsein dafür schärfen, dass christliche Wertvorstellungen auch nicht unter dem Schutzmantel der Kunstfreiheit beliebig verunglimpft werden dürfen.

Großer Christsozialer

Wenn Stoiber im Herbst abtritt, möchte er als einer der großen, wertkonservativen Christsozialen in Erinnerung bleiben, dem eine wertegebundene und -vermittelnde Erziehung sowie Bildungspolitik besonders am Herzen liegen.

Deshalb nahm Stoiber gestern seinen Besuch in der Apostolischen Nuntiatur in Berlin auch zum Anlass, eine Lanze für das Schulfach Religion zu brechen. In Berlin hat der Religionsunterricht nur den Status eines freiwilligen Zusatzangebotes der Kirchen. Stoiber begrüßte das Engagement des überkonfessionellen Vereins „Pro Reli“, der ein Volksbegehren zur Aufwertung des Faches Religion im Berliner Schulunterricht anstrebt.

Quelle: RP

 
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tom1301 | 15.06.07 16:09 (1/10)
Stoiber ist nicht aus diesem Jahrhundert. Aus dem letzten aber auch nicht.
''Man dürfe nicht zulassen ...dass der 76 Jahre alte Janosch mit seinen teilweise antireligiösen Zeichnungen und Äußerungen Zugang zu unseren Kinderzimmern erlange.'' Alles klar, Herr Stoiber....
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Macros | 10.06.07 17:01 (2/10)
jo...
.... lieber herr stoiber, kinder lernen nicht das was man ihnen sagt, sondern das was sie sehen.... ...da wird es in einer gesellschaft in der krieg, hass, eifersucht, gier, korruption...
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anonym | 10.06.07 14:45 (3/10)
Woran Christen glauben
Wir kennen wohl fast alle den christlichen Glauben von früher Kindheit an. Man hat uns darin unterwiesen, teilweise im Elternhaus, im Kindergarten, in der Schule, auch in der Freizeit in irgendeiner...
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