In die "Corporate Identity" der Stadt - neudeutsch für einheitliches Erscheinungsbild - sollen nun auch die Bushaltestellen aufgenommen werden. Denn ihr Aussehen und ihre Ausstattung sind durchaus uneinheitlich.
Während beispielsweise die 28 plexigläsernen Wartehallen, die von der Werbefirma DFR unterhalten werden, Sitzgelegenheiten bieten und gut beleuchtet sind, weist das Stadtbild auch einige eher abschreckende Beispiele auf: Die Wartehalle Am Landsknecht ist ein schnöder Blechverschlag. Überhaupt keinen Schutz gegen Wind und Wetter bietet die Wartehalle Am Bergfeld, wo nämlich das unentbehrliche Dach allenfalls als verkümmerter Fortsatz der Rückwand vorhanden ist.
In der besonders spartanischen Variante markiert ein bloßer Papierkorb die Haltestelle. "Die Wartehallen sind nicht nur der erste Kontakt des Bürgers mit dem ÖPNV, sie sind auch Visitenkarte der Stadt", erklärte jetzt Städteplaner Lothar Ginneberg. Bevor jedoch ein einheitliches Design entworfen werde, solle nach dem Vorschlag der Stadt ein Büro mit einer Bestandsaufnahme beauftragt werden: Wie sind die vorhandenen Häuschen ausgestattet? Sind sie an dieser Stelle sinnvoll angeordnet?
Insgesamt veranschlagt Stadtplaner Ginneberg für Maßnahmenkatalog und Umrüstung 1,6 Millionen Mark, wobei 80 Prozent der Kosten durch Fördermittel gedeckt sind. Alle Fraktionen im Rat der Stadt Meerbusch begrüßten diese Initiative der Verwaltung.
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