Neuss (hbm) So trifft man sich wieder: Fast 50 Jahre lang liefen sich die beiden Männer zwar beim Schützenfest regelmäßig über den Weg, „doch dann grüßte man halt und das war’s“.
Dass sie einst gemeinsame Zeltlager der Katholischen Jugend mitmachten, als Kinder sogar Wand an Wand schliefen, haben Hans Schroeder und Peter Albrecht erst (wieder) entdeckt, als sie mit 67 Jahren begannen, sich ehrenamtlich für das Schützenmuseum zu engagieren.
Die beiden einstmals aktiven Schützen - Schroeder beim Jägerkorps; Albrecht bei den Hubertusschützen - sind die „Kellerkinder“ des Museums. So bezeichnet sich eine Gruppe von etwa zwölf Männern, die über den Dienst an der Kasse hinaus „Präsentationen zu den unterschiedlichsten Themen für Schützenzüge oder andere“ anbieten. Und weil die eben im historischen Gewölbekeller stattfinden, ließ der Spitzname nicht lange auf sich warten ...
Aber er wird mit Stolz getragen, auch von Hans Does, dem man die 80 Jahre nicht im entferntesten ansieht und dem es genauso wie seinen beiden Kollegen wichtig ist, als Teil einer überaus aktiven Gruppe, einem regelrechten Fanclub des Schützenmuseums, betrachtet zu werden. Rund 18 Ehrenamtler sind in der Kartei der dienstbaren Geistern verzeichnet, „elf bis zwölf sind permanent aktiv“, schätzt Albrecht, und von denen wiederum kommen „zwischen sieben und zehn“, wenn einmal im Monat das oberirdische Treffen der Männer im „Schwatte Päd“ stattfindet.
Längst haben sich unter den Männern persönliche Beziehungen entwickelt, die mal Überraschendes zutage brachten wie die gemeinsame Kindheit von Schroeder und Albrecht in der Annostraße 7b und 7a; mal die persönliche Bekanntschaft ermöglichten mit jemandem, von dem man immer schon viel gehört hatte: „Wie zum Beispiel Hans Does“, sagt Schroeder und schlägt grinsend auf dessen Schulter.
Alle drei scheinen den ebenso kameradschaftlichen wie humorvoller Ton untereinander regelrecht zu genießen, haben sichtbar Spaß an Frotzeleien, aber lassen dabei auch spüren, dass neben allem Spaß die Arbeit ernst genommen wird.
Gemeinsam haben sie, dass die aktive Schützenzeit hinter ihnen liegt, und gemeinsam haben sie auch, dass sie ihr Engagement für das Schützenmuseum nicht nur auf den Kassendienst beschränken, sondern auch inhaltliche Arbeit leisten wollen.
Die Kellerabende zum Beispiel gehören in die Kategorie des „Einbringens“, nämlich mit handfesten Recherchen zu Themen, die ihren Ursprung etwa im Jubiläum eines Korps haben - was dessen Mitgliedern dann bei einem Glas Bier oder Wein präsentiert wird.
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