Neuss Er betrachtet es als Ehre und freut sich sehr, dass er „direkt beim ersten Mal so tolle Bands wie das Mathias Haus Trio, Luum und das Regina Mester Trio“ verpflichten konnte.
Philipp van Endert, als Jazz-Gitarrist in der Szene zu Hause und vor allem mit einem ausgezeichneten Ruf beleumundet, ruft die JazzSommerNacht ins Leben, gewissermaßen der sommerliche Austrieb seiner im Frühjahr gegründeten Jazz-Reihe „Blue in Green“ in der Alten Post.
Insgesamt neun Bands werden das Programm zwischen 18 und 24 Uhr gestalten; die Ensembles um die Sängerin Regina Mester, den Vibraphonisten Mathias Haus und die aus Grevenbroich stammende Sängerin Meike Schmitz sind dabei zweifellos die Topacts, aber auch die anderen können sich sehen lassen: 8Klang, Vogical, Phil’s Flying Axes, Sarah Clemens & Thomas Mika und das Karen Patt & Rainer Kruppka Duo.
Info Neustraße 38, Freitag, 4. August, 18 bis 24 Uhr, Eintritt frei
„Im großen und ganzen steht die Organisation“, sagt van Endert erleichtert, hatte zudem mit Martina Clemens eine engagierte Mitstreiterin an seiner Seite und konnte sich sowieso auch auf Unterstützung aus den kooperierenden Häusern Kulturforum und Musikschule verlassen.
Die JazzSommerNacht spielt sich gleich auf drei Bühnen ab. Eine steht vor der Alten Post; eine im Saal der Alten Post und eine dritte kleinere im Garten des Café Alte Post. Von 18 bis 21 Uhr findet alles draußen statt (wenn das Wetter hält): „Jede der Bands wird eine halbe Stunde auf der Bühne vor der Alten Post spielen“, kündigt van Endert an. Die beiden Ensembles Vogical und Sarah Clemens & Thomas Mika werden zudem ab 20.15 Uhr im Café-Garten auftreten; jedes mit einem Set von rund 45 Minuten. Ab 21.30 Uhr verlagert sich das Musikgeschehen mit den Konzerten der drei Topacts in den Saal.
Sponsoren gesucht
Eine Entscheidung, die van Endert gleich zweifach begründet: „Es ist mir wichtig, dass wir für die Profis eine konzertante Atmosphäre schaffen“, erklärt der 36-Jährige zum einen und verweist zum anderen darauf, dass die mit ihm befreundeten Musiker schließlich auch mit der Gage zurückhaltend gewesen seien. Also müsse er ihnen wenigstens gute Arbeitsbedingungen bieten ... Das ganze sei ein Low-Budget-Produktion, betont er, was vor allem seinen guten Kontakten in der Jazzszene zu verdanken sei.
Doch ob draußen oder drinnen: Der Eintritt zur JazzSommerNacht ist frei. An der Außenbühne ließe sich ohnehin kaum etwas anderes bewerkstelligen, sagt van Endert, aber auch für das Konzert im Saal werden bewusst keine Eintrittskarten verkauft, „weil wir hoffen, dass wir dadurch noch mehr Zuhörer anlocken können“. Denn die Rechnung van Enderts ist einfach: Je mehr Zuhörer kommen, desto größer ist die allgemeine Aufmerksamkeit, und umso mehr wächst vielleicht die Bereitschaft von Sponsoren, die Nacht wie auch die Reihe Blue in Green zu unterstützen.
Für den gebürtigen Neusser, der heute mit seiner inzwischen vierköpfigen Familie in Düsseldorf lebt, ist die JazzSommerNacht der Versuch, ein ständig wiederkehrendes Festival einzurichten. Und natürlich hofft er, das es „gut angenommen wird“.
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