Realschule und Dreifachsporthalle in Jüchen, Vier-Familien-Haus in Kaarst, exklusive Wohneinheiten in Neuss - die Architekten haben wieder neue Akzente in der Stadtlandschaft an Rhein und Erft gesetzt.
Wie vielfältig ihre modernen beziehungsweise modern gewordenen Komplexe sind, zeigen die "Tage der Architektur", in deren Rahmen am Samstag und Sonntag, 26. und 27. Juni, landesweit 453 neue oder sanierte Gebäude unter fachkundiger Führung besichtigt werden können. Viele davon stehen im Rhein-Kreis Neuss.
Da ist etwa das futuristisch anmutende Bus-Terminal der Firma Wichmann GmbH Architekten & Ingenieure auf der Promenadenstraße in Neuss. "Große Transparenz und hohe Aufenthaltsqualität" prägten den Bussteig, so die Experten. Auch nicht ohne: die zu einem Loft umgebaute Speditionshalle an der Büdericher Straße in Neuss, die der Düsseldorfer Ronald Schröder unter anderem zu einem interessanten Ausstellungssaal umgestaltet hat.
Wie aus einem kleinen Arbeitergebäude von 1906 ein Familienhaus mit Loft-Charakter werden kann, bewies das Architekturbüro Martini an der Willicher Straße in Meerbusch. Während die Werkgemeinschaft Quasten und Berger mit Schule und Halle in Jüchen bei den Architektur-Tagen vertreten ist, präsentiert Jakob Post seine Ideen für ein Niedrigenergie-Haus an der Raderbroicher Straße in Kaarst.
In der gleichen Stadt, an der Heide, zeigt Achim Grüters-Freier seine Vorstellungen, wie ein Vorgarten im wahrsten Sinn des Wortes ins rechte Licht gerückt werden kann. Die Architekten und Ingenieure Kai und Klaus Kulas haben in Neuss eine neue Anlage geschaffen, die den Eingangscharakter des kleinen Wohngebiets am Sandhof betont.
Das vom Architekturbüro Rausch konzipierte Schützenhaus in Grimlinghausen schließt den Kreis ebenso wie die das Einfamilienhaus von Plake und Schmale in Schlicherum. Architekt Meinolf Stelte hat das neue Haus an der Rheinfährstraße entwickelt. Zwei Objekte in Grevenbroich können außerdem besichtigt werden: das Bürogebäude des Bauvereins am Ostwall (Büro Helfenstein) sticht genauso ins Auge wie das erweiterte Wohn- und Geschäftshaus an der Breiten Straße (Büro Onkelbach).
In Dormagen hat das Büro Rausch mit dem Umbau einer Scheune an der Stommelner Straße zu Wohnzwecken Zeichen gesetzt. Die Firma "Thelenarchitekten" plante schließlich das von High-Tech-Fassaden umhüllte Verwaltungsgebäude der Gesellschaft für elektrische Ausrüstungen in Rommerskirchen.
"Wir beobachten ein wachsendes Interesse der Öffentlichkeit für Fragen des Wohnens und der Stadtentwicklung", sagt Hartmut Miksch, der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, die die beiden "Tage der Architektur" ausrichtet. Im Vorjahr haben landesweit über 23.000 Interessierte das Angebot wahrgenommen. Thilo Zimmermann www.aknw.de
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.