Neuss (NGZ) Wer noch jung im Beruf steht, macht bei der finanziellen Vorsorge meist grobe Fehler, wenn er sich vom Start weg auf ein bestimmtes Ziel festlegt.
H. Jürgen Küsters, Sprecher des Bezirks Neuss im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), empfiehlt zur Orientierung vier Grundsätze: Zunächst ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung viel wichtiger als „Geld für später“, da die staatliche Sozialversicherung in den ersten Jahren nur dann eine kleine Erwerbsminderungsrente zahlt, wenn das Ende des Erwerbslebens durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit erzwungen wurde.
Der zweite Tipp: Bei Kombination der Berufsunfähigkeits- mit einer Lebensversicherung, die vielleicht erst später hinzu kommt, sollte bei Berufsunfähigkeit die Beitragspflicht zur Lebensversicherung erlöschen. Denn es wäre unpassend, von einer Rente wieder etwas für eine Lebensversicherung abzweigen zu müssen.
Tipp Nummer drei: Unbedingt die Zulagen mitnehmen, die es vom Staat für eine Riester-Vorsorge gibt. Beispielrechnungen zeigen, dass sich dadurch mit einem Eigenaufwand von nur zehn Euro monatlich eine spätere Rente um die hundert Euro aufbauen lässt. Tipp vier gilt für Unverheiratete, also für die meisten Berufsanfänger: Man wählt nicht die klassische Kapital-Lebensversicherung, sondern die private Rentenversicherung, diese aber unbedingt mit Kapitalwahlrecht. Bei Änderung der Situation kann man immer noch zusätzlich eine Risiko-Lebensversicherung abschließen.
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