Rhein-Kreis Neuss In vielen Betrieben der metallverarbeitenden und Elektroindustrie im Rhein-Kreis Neuss traten Mittwoch Morgen einige hunderte Mitarbeiter in den Warnstreik, so bei Hydro-Aluminium in Norf und Grevenbroich, und bei Pierburg und Textron in Neuss.
Um Mitternacht war bei den Metallern die so genannte Friedenspflicht abgelaufen. Im gesamten Bundesgebiet gingen daraufhin Streikende auf die Straße.
„Ab 0 Uhr wurde bei Daimler Chrysler in Düsseldorf gestreikt“, berichtete Dietrich Termöhlen, erster Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstellen Neuss-Düsseldorf, über den Beginn des Arbeitskampfes in der Region im Gespräch mit der NGZ.
Bei Alu-Norf beispielsweise waren vom IG Metall-Vertrauenskörper alle Kollegen der Nachtschicht aufgefordert worden, ihre Tätigkeit zeitweilig niederzulegen, um gemeinsam vor das Werkstor zu ziehen.
Die Forderungen, für die die Arbeitnehmer eintreten, liegen auf dem Tisch.
Fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt, höhere Ausbildungsvergütungen um 37 Euro, einen einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung durch Qualifizierung und Innovation sowie die Erneuerung des Tarifvertrags über vermögenswirksame Leistungen.
„Ohne den Druck gewerkschaftlicher Aktionen bewegen sich die Arbeitgeber nicht“, hieß es auf Seiten der IG Metall in Düsseldorf.
Die morgendlichen Warnstreiks waren der Auftakt zu weiteren Aktionen, zu denen die Gewerkschaft aufgerufen hatte.
Die Verwaltungsstellen Düsseldorf und Neuss mobilisierten am Nachmittag mehrere tausend Beschäftigte für eine Kundgebung vor dem Verbandsgebäude der Metall- und Elektroindustrie an der Uerdinger Straße in Düsseldorf.
Von zwei Standorten aus zogen die Demonstrationszüge zum Treffpunkt.
Interview„Die Wut ...“
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