Aufgrund zunehmender Finanznot sehen sich die Gemeinden und Städte in NRW verstärkt zur Ausschöpfung aller Einnahmequellen gezwungen. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, zeigten die 396 Kommunen in diesem Jahr zunehmende Tendenz, die Hebesätze für die Realsteuern zu erhöhen.
In der ersten Jahreshälfte hoben von den 373 kreisangehörigen Städten und Gemeinden mehr als die Hälfte (198) den Hebesatz der Grundsteuer A, mehr als vier Fünftel (302) den Hebesatz der Grundsteuer B und gut zwei Drittel (250) den Hebesatz der Gewerbesteuer an. Nahezu die Hälfte der kreisangehörigen Kommunen (179) erhöhte die Hebesätze für alle Steuern zugleich.
Bei den 23 kreisfreien Städten spielten Erhöhungen der Hebesätze eine untergeordnete Rolle: Mitte 2003 waren nur in einer kreisfreien Stadt die Hebesätze der Grundsteuer A und der Grundsteuer B und in zwei der Hebesatz der Gewerbesteuer höher als 2002.
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