Neuss „Nur mit regionalen Produkten hat man keine Marktchance mehr”, ist sich „Landgard”-Pressesprecher Frank Zeile sicher. Deshalb will die aus NBV, UGA, dem Centralmarkt Roisdorf Straelen sowie einer Reihe von Vermarktern und norddeutschen Erzeugerorganisationen fusionierte Genossenschaft bei der Vermarktung hiesiger Gartenbau-Produkte ihre Strategie ändern.
Die Richtung gab „Landgard”-Vorstandssprecher Willi Fitzen vorige Woche während der Vollversammlung in Straelen vor: „Die Chancen der zentralen Steuerung nutzen, aber die Regionalität erlebbar machen.” Für den Bereich „Schnittblumen und Topfpflanzen” heißt es, den Vertrieb zu optimieren. Bei Obst und Gemüse soll die operierende Gesellschaft „Landgard Obst und Gemüse GmbH & Co KG” zum ganzjährigen Vollsortimentsanbieter für den Lebensmitteleinzelhandel ausgebaut werden.
„Die Produkte unserer heimischen Gärtner können wir künftig nur noch verkaufen, wenn andere Produkte als Ergänzung dabei sind”, deutet Pressesprecher Zeiler den „Druck des Marktes” an. Für den sorgen nicht zuletzt die Lebensmittelketten mit zweistelligen Milliardenumsätzen, gegen die sich Landgard mit seinem 2005er Ergebnis von rund einer Milliarde Euro bescheiden ausnimmt. Zeiler: „Der Lebensmitteleinzelhandel kauft nur noch dort, wo er das komplette Obst- und Gemüseangebot bekommt.”
Ausbauen will „Landgard” den Anteil von Ergänzungsprodukten aus Spanien und Italien, beispielsweise Eissalat, Tomaten und Feingemüse. Der bewegt sich nach Angaben Zeilers, der keine genauen Zahlen nennen konnte, in „noch nicht spektakulären” Dimensionen.
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