Rhein-Kreis Neuss/München (ki) „Mittelstandsfreundliche Verwaltung“ - im Rhein-Kreis Neuss soll das mehr als ein Schlagwort sein. Im Rahmen der Gewerbe-Immobilienmesse „Expo Real“ in München stellte Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke gemeinsam mit Bürgermeisterin Margarete Kranz aus Jüchen und Bürgermeister Albert Glöckner aus Rommerskirchen einen neuen „Leitfaden zu gewerblichen Bauvorhaben“ vor.
Erhältlich als Broschüre und demnächst auch im Internet zum Download bereit, soll das 16 Seiten starke Heft ansiedlungs- oder erweiterungswilligen Mittelständlern, die Bauprojekte selbst stemmen und nicht an Mitarbeiter abgeben können, Hilfestellung geben: Von den Vorüberlegungen zu den Dimensionen eines Bauvorhabens über die Auswahl eines Architekten und die Bauberatung bis hin zu Detailplanung, Bauantrag und einem Adressverzeichnis, das viele Stellen auflistet, die helfen können, reicht die Broschüre.
Kreiswirtschaftsförderer Jürgen Steinmetz nennt ein paar Zahlen, um die Bedeutung des Leitfadens zu untermauern: „Allein im laufenden Jahr hatten wir bereits 270 Gewerbeanmeldungen aus Jüchen und Rommerskirchen.“ Im gleichen Zeitraum und Gebiet wurden 26 Baugenehmigungen für den gewerblichen Bereich erteilt. „Baugenehmigungen haben für den Mittelstand im Vergleich zu anderen Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung die größte Bedeutung“, sagt Petrauschke.
Wer sich an die Tipps und Vorgaben im neuen Leitfaden halte, habe die Chance, nicht nur ohne Ärger, sondern auch sehr schnell zur Baugenehmigung zu kommen: „Das geht dann in nur acht Wochen“, sagt Steinmetz. Bürgermeisterin Margarete Kranz sieht in dem eine wichtige Hilfe, mit der Bauwillige vor typischen Fehlern bewahrt werden könnten. Albert Glöckner, Bürgermeister von Rommerskirchen, versteht die Broschüre als eine Art „Projektfahrplan“, die die persönliche Beratung in der Gemeinde ideal ergänze.
Und das genau zur rechten Zeit, wie der Rommerskirchener Wirtschaftsförderer Dr. Elmar Gasten betont: Zum Jahresende will er ein neues, 28 000 Quadratmeter großes Gewerbegebiet - Gillbach-Park II - erschließen: Dort ist Platz für viele kleine und mittelständische Unternehmen, die ja, so Gasten, in der Regel nur ein Mal im Leben bauen. Damit das gelingt und sich reibungsloser Service herumspricht und Nachahmer anlockt, ging jetzt der Investorenleitfaden in Druck.
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