Neuss Die angestrebte Fusion der Stadtwerke Neuss und Krefeld wirft bei zwei kleinen Oppositionsfraktionen im Rat der Stadt Neuss Fragen auf. So fürchtet der grüne Fraktionschef Michael Klinkicht, dass die Stadt Neuss beim Verschmelzen mit dem wesentlich größeren Partner Krefeld „Kontrolle und Einfluss“ bei den Stadtwerken verliert.
„Unser Anliegen muss es sein, die SWN zu stärken und nicht zu schwächen.“ Klinkicht fordert, dass die Synergieeffekte klar benannt werden.
Derweil zweifeln die Liberalen, ob die SWN überhaupt frei verhandeln können. Bürgermeister Napp habe unlängst öffentlich erklärt, dass die Eon-Beteiligung über die „Tochter“ Thüga von 15 Prozent an SWN Energie und Wasser mit erheblichen Vetorechten verbunden sei. Nach Auffassung der FDP können jedenfalls neue Verträge zugunsten der Bürger und der Wirtschaft nicht von einem Veto der Thüga abhängig gemacht werden.
Fraktionsvorsitzender Dr. Heinrich Köppen: „Auch die Entscheidungsgremien der Stadtwerke-Gesellschaften müssen dem Rechnung tragen.“ Die Bemühungen um einen Kooperationspartner können nach Überzeugung von Köppen nur ein Ziel haben: „Möglichst günstige Energiepreise für die Bürgerschaft und die Wirtschaft in Neuss.“
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