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Positives Zukunftsbild: Werbeartikelbranche optimistisch

zuletzt aktualisiert: 17.01.2005 - 22:38

Der Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW) zeichnete im Rahmen der europäischen Leitmesse für Werbeartikel, der PSI-Messe in Düsseldorf, jetzt ein positives Zukunftsbild der Branche.

Nach den Worten des Neussers Hans-Joachim Evers, Vorsitzender des GWW, könne aufgrund des Szenariums „Werbeartikel 2020“ der Jahresumsatz auf vier Milliarden Euro anwachsen und sich die Beschäftigtenzahl auf 90 000 Arbeitnehmer erhöhen. Derzeit erwirtschaften rund 5 000 Unternehmen der Werbeartikelbranche mit 60 000 Angestellten drei Milliarden Euro.

Hans-Joachim Evers: „Unser Optimismus ist allerdings an die Veränderung der politischen Rahmenbedingungen gekoppelt. Der Werbeartikel muss die volle Anerkennung als Betriebsausgaben erhalten und darf nicht länger über den Umweg des Einkommensteuergesetzes als Subvention betrachtet werden.“ Hierzu sei die Gleichstellung der gegenständlichen Werbung mit anderen Werbeträgern unerlässlich: „Wenn die Politik nicht mehr auf die Bedenken-Bremse tritt, wird es einen deutlichen Wirtschaftsschub unserer Branche geben.“

Evers appellierte in Richtung Landesregierung: „Lassen Sie uns eine konstruktive Lösung finden, damit der Werbeartikel kein Spielball der Politik ist. Blicken wir vielmehr auf die beschäftigungsfördernden Impulse einer klaren Bewertung des gegenständlichen Werberträgers.“

Solange sich nur mit einer Nabelschau beschäftigt werde, fahre das europäische Ausland auf der Überholspur; die deutsche Wirtschaft habe dann langfristig auch im Marketing das Nachsehen. Schon auf der diesjährigen PSI-Messe lag mehr als jeder vierte Werbeartikel, der von internationalen Werbeartikelhändlern geordert wurde, wertmäßig über 35 Euro. In Deutschland bildet diese Summe pro Jahr und Empfänger die fiskale Schallmauer für die steuerliche Abzugsfähigkeit von Werbeartikeln.

Evers Appell blieb nicht ungehört: Dr. Walter-Borjans, Staatssekretär im Landes-Wirtschaftsministerium, signalisierte, das Anliegen der Branche zu unterstützen. Möglicherweise erhalte die Politik nicht ausreichend und rechtzeitig genug die Fachinformationen, die jetzt zu diskutieren seien.

Schriftliche Grundlagen liegen indes vor. „Zum einen“, so Evers, „gibt es eine Broschüre zur Darstellung des nationalen Werbeartikelmarktes mit fundierten Branchendaten. Zum anderen stellten wir erstmals unser Leitprogramm „Werbeartikel 2020“ vor“. Mit diesem Programm könne es gelingen, dass an Lehrstühlen für Marketing innerhalb der Medienforschung auch der Werbeartikel wissenschaftlich untersucht wird. Ein Schritt in diese Richtung solle bis zum Sommer erfolgen. Der GWW habe eine Studie in Auftrag gegeben, die aus Anwendersicht analysiert, welchen Nutzen und welche Wirkung Werbeartikel besitzen.

Inhalt der Agenda 2020 sei weiter, dass der GWW mit seinen Mitgliedsfirmen konsequent auf Originalität, Qualität und Langlebigkeit der Produkte setze. Das führe auch dazu, dass diese Werbeträger nicht in fernöstlichen Ländern produziert werden. Auf dem Weg zur Realisierung der Branchenziele will der GWW die Veranstaltungen PSI und TREND verbunden mit der Woche des Werbeartikels im September weiter stärken.

Quelle: NGZ


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