Wo steht denn hier Neuss?“ - CDU-Planungsexperte Karl Heinz Baum stand bei
seinem ersten Besuch auf der „Expo Real“ zunächst irritiert vor dem Stand „rheincity
düsseldorf + partner“.
Das Logo der Stadt gibt es zwar, allerdings klein an
einer Seitenwand, gemeinsam mit den Schriftzügen und Zeichen der übrigen Partner.
Baum findet’s zu klein: „Warum hat eine große Stadt wie Neuss keinen eigenen
Stand?“ Da machte die städtische Wirtschaftsförderung große Augen.
Amtsleiter Andreas Galland fing sich als erster: „Tja, dann nehmen Sie mal rund 160 000
Euro…“
Vielleicht geht’s mit der Hilfe von Sponsoren und Partnern aus der Wirtschaft,
Baum ließ nicht so schnell locker - und hat, was beim ersten Besuch passieren
kann, noch nicht verstanden, wie die Messe funktioniert.
Dort präsentieren sich
Regionen und Wirtschaftsräume. Neuss ist zwar Großstadt, für einen Einzelauftritt
wohl aber doch nicht groß genug. Natürlich gibt es Kommunen, die genau das versuchen
- sie landen abgeschoben in den Außengängen oder machen mit frustriert, weil
einsam herumsitzendem Standpersonal auf sich aufmerksam.
„Expo Real“ heißt Kontakte
knüpfen, reden, neue Leute treffen - und das geht am besten in der Gemeinschaft.
Wenn selbst OB Joachim Erwin aus Düsseldorf am Niederrhein-Stand Gespräche mit
der Messeleitung ankündigt, um die Aussteller aus der Region zusammenrücken
zu lassen, sollte Neuss - von der Finanzierung und einer fraglichen Kosten-Nutzen-Betrachtung
ganz abgesehen - keine Alleingänge unternehmen. ki
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