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Meerbusch: Glasscherben und Müll am Rheinufer

zuletzt aktualisiert: 15.06.2007 - 21:30

Meerbusch (sti) Feierlärm stört Clemens Lutz nicht. Trotzdem hat er immer ein Ohr auf Empfang, wenn er sich zur Nachtruhe ins Bett legt.

Dann lauscht der Inhaber des Langster Fährhauses direkt am Rheinufer aber eher nach Geräuschen, die darauf hindeuten, dass Unbekannte ihm sein Kaminholz, oder gar seine Holzstühle und Geländerteile stehlen, um Brennmaterial für Lagerfeuer zu bekommen.

„Das ist alles schon passiert“, berichtet der 37-Jährige. Er habe nicht gewusst, dass es so viele Jugendliche in Meerbusch gebe. Sein Publikum sei nämlich eher von 30 Jahren an aufwärts. Natürlich könne er auch über splitternde Glasflaschen berichten. Leere Bierdosen und Alcopops würden mit Vorliebe gegen die Schilder mit den Rheinkilometerangaben geworfen, erzählt er.

Seine Servicekraft Andrea findet das nicht so lustig. Sie geht oft mit ihrem Hund am Rheinufer spazieren. „Das ist ein Hirtenhund, der jagt nicht“, sagt sie wissend, dass sie entlang des Stroms im Landschaftsschutzgebiet unterwegs ist. „Mein Hund ist so intelligent, dass er um Scherben einen Bogen macht“, schildert sie.

Der Ridgeback ihrer Freundin habe sich an den messerscharfen Glassplittern die Pfote aufgerissen. „Sie musste mit dem Tier zum Arzt, damit die Wunde gesäubert und geklammert werden konnte.“

Eine Spaziergängerin aus Osterath erzählte, dass sie früher am Apelter Feld in Büderich mit ihrem Hund unterwegs gewesen sei. Dort aber würden gleichsam Fallen aufgestellt.

Den Flaschen würden die Hälse abgeschlagen und die Reste im Sand vergraben. „Das ist auch für barfuß laufende Kinder total gefährlich.“ Zwischen Langst und Ilverich sei das Rheinufer schon sauberer als in Büderich, meinte sie.

„Immer dann, wenn ein Baumarkt Grillroste im Sonderangebot hat, finden wir am darauf folgenden Tag gleich ein benutztes Dutzend davon im Landschaftsschutzgebiet“, berichtet Arnd Römmler von der Ordnungsbehörde der Stadt.

Am schlimmsten sei es jedoch im Naturschutzgebiet Spey in Nierst, erklären Schäfer und die Uerdingerin Andrea übereinstimmend - darüber schweige die Stadt sich noch aus.

Quelle: NGZ


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