Neuss (hbm) So ganz genau kann sich Miriam Menzel nicht mehr erinnern, warum sie als Siebenjährige beschlossen hat, Geige zu lernen. Die Eltern haben sie nicht gedrängt, das weiß sie jedoch ganz sicher.
Kulturfans
Die Serie „Kulturfans“ ist ein Vorgriff auf die Kulturnacht am 10. Juni, die
dann noch viel mehr als die in der NGZ Porträtierten anlocken will. Bislang wurden Fans des Theaters am Schlachthof, der VHS, der Museumsinsel Hombroich, der Stadtbibliothek, des Landestheaters, des Clemens-Sels-Museum, des Stadtarchivs, der Langen Foundation und des Rheinischen Schützenmuseums vorgestellt.
Vermutlich war es wohl ein Schnuppertag in der Musikschule, an dem einzelne Instrumente vorgestellt wurden. Wie auch immer: Die Geige hatte es der Marienberg-Schülerin angetan, und seit neun Jahren hat sie jetzt Unterricht, geht einmal die Woche zur Lützowstraße, um dann aber gleich drei Termine abzuarbeiten.
Denn seit etwa fünf Jahren spielt Miriam auch noch Querflöte, hat zunächst also eine dreiviertel Stunde Geigeunterricht, danach noch „22,5 Minuten“, wie sie lachend sagt (und was mit dem Tarifgeflecht der Musikschule zu tun hat) Querflötenunterricht und geht dann zur Probe zum „Sinfo“, dem Jugendsinfonieorchester, in dem die Schülerin seit diesem Jahr auch Mitglied ist.
Nichts von alledem möchte sie aufgeben, auch wenn es manchmal schwierig sei, alles mit der Schule zusammen unter einen Hut zu bekommen, wie sie zugibt. Aber Geigespielen ebenso wie die Arbeit mit der Querflöte macht ihr Spaß; beide Instrumente hat sie schließlich aus eigenem Entschluss gewählt. „Irgendwann habe ich mir überlegt, dass es ganz schön wäre, noch ein zweites Instrument zu lernen“, sagt sie, dachte zunächst an Klavier, aber kam dann über eine musizierende Freundin zur Querflöte: „Ich fand den Klang so schön.“
Das Geigespielen zu lernen, war schwerer, findet sie, denn „man muss sehr lange üben, bis sie sich richtig gut anhört“. Bei der Querflöte kommt das Erfolgserlebnis schneller. Im Unterricht fühlt sich sich bei beiden gut aufgehoben, hat zwar für die Geige den Dozenten nach sechs Jahren gewechselt, „aber nur, um auch noch einen anderen Lehrer kennen zu lernen“, wie sie betont, denn insgesamt schätzt sie die konzentrierte, aber auch lockere Atmosphäre des Unterrichts.
Dass sie aus ihrem Hobby mal einen Beruf machen könnte, kann sich Miriam jedoch nicht vorstellen: „Ich denke, dass ich immer gerne spielen werde“, sagt sie, „und sicher auch in kleinen Orchestern, aber immer nur als Hobby.“ Auch wenn sie zurzeit noch weiß, wohin es nach dem Abitur gehen könnte, in einem Punkt hat sie dann doch feste Vorstellungen: „Auf jeden Fall will ich studieren.“
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