Nur einen Steinwurf entfernt von der Millionenbaustelle "WELLNEUSS" im Südpark Neuss-Reuschenberg sind mir dieser Tage zwei Kleinigkeiten aufgefallen, auf die ich aufmerksam machen möchte.
1. Beschilderungen der Spazierwege rund um den See
Der Großteil der Beschilderungen (Piktogrammtafeln) auf den Spazierwegen rund um den See ist in einem desolaten Zustand. Die Schilder sind verschmutzt und/oder beschädigt, zum Teil sind die Piktogrammtäfelchen demontiert bzw. abgerissen worden.
Man findet die krummen Pfosten und die "leeren" Befestigungsrahmen vor. Mein Vorschlag: Im Zuge der Vorbereitungen der Eröffnung von WELLNEUSS, die zweifellos mit großem Aufwand inszeniert und gefeiert wird, sollte die Stadt Neuss - unabhängig von sonstigen notwendigen "Aufräumaktionen" im Umfeld - die Gelegenheit nutzen, die alten Schilder und Fragmente zu entfernen.
Die Beschilderung ist ja offenbar entbehrlich. Mit der konsequenten Demontage erspart man sich dann auch die ansonsten künftig anfallenden Folgekosten. Und man bietet den Vandalen nicht neue Ziele für ihren Zerstörungsdrang.
2. Zustand des ehemaligen Beach Volleyball-Areals
Im vorigen Jahr wurde viel über das Beach Volleyball-Projekt im Neusser Südpark berichtet. Die ehemalige Nutzungsfläche an der Carl Diem Straße stellt sich gegenwärtig verlassen und ungepflegt dar. Es entsteht der Eindruck, als hätten die Betreiber die Örtlichkeit "bei Nacht und Nebel" aufgegeben und sich der Verantwortung entzogen.
Zumindest sind die Aufräumarbeiten, insbesondere die Entfernung des Beach-Sandes, inkonsequent und nur sehr oberflächlich durchgeführt worden. Ein Rückzug nach dem Low Cost-Prinzip zu Lasten der Allgemeinheit oder gibt es für das augenscheinlich unschöne Patchwork aus Rasen- und Sandflächen eine Erklärung, die dem Normalbürger vermittelt werden kann?
Soll dieser Zustand so bleiben oder gibt es bei der Stadt Neuss Pläne, wie die Fläche saniert/hergerichtet und künftig genutzt werden soll? Muss man sich die Beach Volleyball-Events wie die Kirmes vorstellen: Die Schausteller kommen einmal im Jahr, bauen auf und wenn das Fest vorüber ist, wird wieder abgebaut und man zieht weiter? Aufräumen, das machen dann "die Anderen".
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