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Die Stars des Stabhochsprungmeetings: Jeff Hartwig

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 23.01.2008 - 16:17

Er ist die lebende Legende unter den Stabhochspringern: Nur drei Menschen überhaupt sprangen jemals höher als Jeff Hartwig am 14. Juni 2000 in Jonesboro. Da katapultierte sich der Mann aus Saint Louis über 6,03 Meter - bis heute US-amerikanischer Rekord. In mehr als 100 Wettkämpfen hat Jeff Hartwig 5,80 Meter und höher gemeistert. Und obwohl er September vergangenen Jahres 40 Jahre alt wurde, ist er keineswegs wettkampfmüde.

Im Gegenteil: „Er ist eine Bereicherung für jedes Meeting“, ist sein Europa-Manager Marc Osenberg überzeugt. Davon können sich die Zuschauer beim 2. Internationalen Dormagener Stabhochsprung-Meeting am Freitag ab 19 Uhr im TSV-Bayer-Sportcenter selbst überzeugen.

Denn die lebende Legende stellt sich an diesem Abend dem Vergleich mit fünf der sechs besten deutschen Stabhochspringer: Vorjahressieger Björn Otto (TSV Bayer Dormagen), der deutsche Rekordler Tim Lobinger (LG Stadtwerke München), der Olympiasechste von Athen, Lars Börgeling, Richard Spiegelburg (beide TSV Bayer 04 Leverkusen) und Fabian Schulze (LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg).

In Deutschland fühlt sich Jeff Hartwig wohl. Schließlich sprang er seine Hallenbestleistung von 6,02 Metern, die gleichzeitig US-Rekord bedeuten, 2002 im Sindelfinger Glaspalast. Und beim Meeting in Bad Oeynhausen katapultierte er sich im gleichen Jahr über 6,01 Meter.

Insgesamt hat Jeff Hartwig, der vier nationale US-Titel im Freien und zwei in der Halle, davon den letzten im vergangenen Jahr, gewann, neun Wettkämpfe mit Höhen von sechs Meter und höher abgeschlossen - mehr schaffte der nur legendäre, freilich nicht unumstrittene Sergej Bubka, der mit 6,14 Meter auch den für seine Nachfolger nicht zuletzt aufgrund der (von Bubka initiierten) Regeländerungen unerreichbaren Fabelweltrekord hält. Außer dem Ukrainer sprangen nur Maksim Tarassow (Russland) und der Australier Dmitri Markov mit jeweils 6,05 Meter höher als Jeff Hartwig, dessen Bestmarke von 6,03 Meter außerdem noch der Südafrikaner Okkert Brits übersprang.

 Die besten Deutschen in der „ewigen“ Weltbestenliste: Tim Lobinger ist Neunter mit 6,00 Metern, Andrei Tivontchik und Michael Stolle folgen mit 5,95 Metern auf Platz 18, Danny Ecker ist mit 5,93 Meter 21. und Björn Otto mit 5,90 Meter 28..

Die Liste macht auch deutlich, wie stark die Regeländerungen - die Aufleger wurden verkleinert, die Latte darf nicht mehr mit den Händen festgehalten beziehungsweise wiederaufgelegt werden - die Stabhochsprungwelt verändert haben: Von den 40 besten Bestleistungen aller Zeiten stammen nur sechs aus den letzten drei Jahren.

Ist Jeff Hartwig nicht in Sachen Stabhochsprung unterwegs, kümmert sich der 40-Jährige um seine Reptilien: Auf seiner Farm in St. Charles in Montana züchtet und beherbergt er mehr als 100 Pythons und Boas, außerdem Schildkröten, Kaimane und anderes Getier. Da nehmen sich die Frösche von der Gattung Xenopus leavis, über die Björn Otto auf seiner Homepage berichtet, vergleichsweise bescheiden aus. Von Jeff Hartwig trennen den Dormagener ja auch noch dreizehnZentimeter.

Quelle: NGZ


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