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Meerbusch: Kinder malen den Tod

VON LAURA BASTEN - zuletzt aktualisiert: 23.03.2007 - 21:30

Meerbusch Die Hospizbewegung Meerbusch hat Verstärkung für die Arbeit als ambulanter Hospizdienst bekommen. Die neue Koordinatorin Gudrun Fuß (45) arbeitete unter anderem als Pflege- und Heimleitung, sowie Kinderkrankenschwester und hat einen Abschluss als Bachelor of Business Administration im Gesundheits- und Sozialwesen.

„Ich fühle mich in meiner jetzigen Funktion endlich angekommen. Hier kann ich organisatorische Arbeit mit dem großen Wunsch vereinen, Menschen zu helfen“, sagt Fuß. Friedemann Johst, Vorsitzender des Vereins, ist begeistert von seiner neuen Kollegin: „Das Echo auf die Arbeit von Frau Fuß ist durchweg positiv. In der kurzen Zeit seit Antritt ihrer Stelle im Januar hat sie wichtige Kontakte mit verschiedenen sozialen Einrichtungen hergestellt“.

Kurze Wege zwischen Ärzten, ambulanten und stationären Hospizdiensten an unterschiedlichen Orten sind grundlegend für schnelle Hilfe. „Wir möchten, dass Menschen in ihren akuten Notlagen unkompliziert geholfen werden kann“, so Johst. Gudrun Fuß ist als Halbtagskraft die einzige bezahlte Mitarbeiterin des Vereins. Alle übrigen 111 Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Darüber hinaus Jahr stehen für dieses Jahr weitere Neuerungen ins Haus.

Ab April will die Hospizbewegung gezielt Grundschulklassen in Büderich besuchen. Geplant ist eine Malaktion unter dem Motto „Abschied“, die von anderen Lehrinhalten begleitet wird. „In diesem Pilotprojekt geht es nicht nur um den Tod, sondern auch um Themen wie Scheidung und Alter und wie Kinder dem begegnen“, erklärt Fuß, die selbst zweifache Mutter ist.

Das Kardinalproblem der Hospizarbeit ist die hohe Hemmschwelle zur Beschäftigung mit dem Sterben. „Kinder sind sehr unbefangen auf diesem Gebiet. Wir sind gespannt auf die neuen Impulse“, sagt Irmgard Salzmann, stellvertretende Vorsitzende der Hospizbewegung Meerbusch.

Für den Mai ist dann eine Mitgliederversammlung angesetzt, die sich mit der Trauerbegleitung in Seniorenheimen auseinandersetzt. Der Schwerpunkt der ehrenamtlichen Arbeit liegt zwar nach wie vor auf der häuslichen Betreuung, eine Verschiebung ist jedoch spürbar.

So hat es im vergangenen Jahr 17 Begleitungen im häuslichen Bereich und 18 im Bereich der Seniorenheime gegeben. Problematisch dabei ist, dass Hospizdienste nicht in allen Fällen von den Krankenkassen unterstützt werden. „Wir erhalten nur Zahlungen für häusliche Betreuungen und bei diesen auch nur für Kassenpatienten“, erläutert sie.

Quelle: NGZ


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