In Büderich ist der Konfirmationsunterricht auf ein Dreivierteljahr verkürzt / Die Vorteile erklärt Wilfried Pahlke
Meerbusch Wilfried Pahlke ist entspannt. Und das, obwohl noch zwei Konfirmationstermine anstehen. „Unser neues Konzept bewährt sich“, sagt Pahlke, der in der Evangelischen Gemeinde Büderich für die religiöse Ausbildung von Schülern zuständig ist. Der Konfirmationsunterricht gehört dazu. Und der ist inzwischen komprimiert. „Vor vier Jahren haben wird die Überlegung in unser Presbyterium gebracht, den Konfirmanden-Unterricht von zwei Jahren auf ein Dreivierteljahr zu verkürzen“, sagt Pahlke. Im dritten Jahr nach der Umstellung zieht er eine positive Bilanz.
„Der Unterricht ist intensiv und konzentriert“, sagt er. „Die jungen Menschen lernen sich und die Kirche in dieser Zeit kennen und schätzen.“ 43 junge Menschen im Alter von zwölf oder 13 Jahren werden an drei Sonntagen in der Büdericher Christuskirche konfirmiert. Sie haben statt in zwei Jahren nur in einem Dreivierteljahr ihre Gemeinde und die Grundlagen des evangelischen Glaubens kennen gelernt.
Hintergrund für die Verkürzung der Konfirmandenzeit ist für Pahlke nicht nur die Möglichkeit, ohne Unterbrechung durch die großen Ferien zu arbeiten. „Wir nehmen damit auch Rücksicht auf die Änderung im Schulalltag.
Die meisten Konfirmanden kommen vom Mataré-Gymnasium und der Gesamtschule. Dort läuft schon der Ganztagsbetrieb. Die Schüler haben bis in den Nachmittag hinein Unterricht.“ Darauf habe sich die Gemeinde eingestellt. Vier Nachmittagstermine bietet Pahlke für Konfirmanden an. Der klassische Dienstag ist in Büderich passé. „Wir bemühen uns, die Jugendlichen mit den Einrichtungen einer Gemeinde vertraut zu machen.
„Was ist eigentlich Gemeinde? Was passiert dort?“, sind Fragen, auf die Konfirmanden eine Antwort finden sollen. An einem Begrüßungswochenende werden diese Themen angetippt. Anschließend macht jeder Konfirmand ein Gemeindepraktikum - etwa beim Kirchenmusiker, im Gemeindekindergarten oder in der Diakonie. Die einzelnen Arbeitsfelder stellen sie dann in der Gruppe vor, so dass jeder eine umfassende Information bekommt.
Auch Wochenend-Worshops, eine Herbstferienfreizeit in Cuxhaven gehören zum Konzept. „Wir decken viele Bereiche ab“, sagt Pahlke. Zentrale Themen wie Taufe und Abendmahl werden besprochen, Psalmen und Lieder müssen die jungen Menschen auswendig lernen. Auch müssen sie wissen, warum etwa die Bibel in einer evangelischen Kirche immer aufgeschlagen auf dem Altar liegt.
„Mit jeder Gruppe gibt es am Ende der Zeit ein Prüfungsgespräch“, sagt Pahlke. Durchfallen könne niemand. Aber die Konfirmanden sind erstaunt, wie viel sie in der Zeit gelernt haben.
Am Schluss steht die eigene Konfirmation und der eigene Spruch. 43 Zwölf- bis 13-Jährige konfirmiert Pahlke in diesem Jahr an drei Sonntagen. „Das liegt an dem begrenzten Platz der Christuskirche“, sagt Pahlke, der von dem neuen Konzept volends überzeugt ist und in dem er auch die Möglichkeit sieht, junge Menschen langfristig an die Gemeinde zu binden.
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