Überlandleitungen mit 380 Kilovolt sollen in Osterath gebaut werden.
Höchstspannung
Haushaltsgeräte werden in der Regel mit 220 Volt betrieben. Elektrische Spannung über 1000 Volt (ein Kilovolt) nennt man Hochspannung. Ab 150 000 Volt (150 Kilovolt) spricht man von Höchstspannung. Die geplanten Leitungen sollen 380 Kilovolt transportieren.
Osterath RWE will in Osterath Überlandleitungen für Spannung mit 380 Kilovolt bauen. Nun gibt es Unklarheiten über das Genehmigungsverfahren. Ein ähnlicher Plan führte in Krefeld bereits zu Protesten.
Müssen die Bürger beteiligt werden, wenn RWE Höchstspannungsleitungen mit 380 Kilovolt durchs südliche Osterath baut? Das Kreisumweltamt sagt „nein“. Die Meerbuscher Grünen sagen „ja“, und sie stützten sich dabei auf eine Auskunft der Landesregierung. In Krefeld ist es wegen eines ähnlichen Plans bereits zu Protesten von Bürgern und Parteien gekommen.
Hintergrund: Fast drei Milliarden Euro will RWE bis 2017 in den Ausbau seines Stromnetzes investieren. Auf 800 Kilometern sollen Höchstspannungsleitungen errichtet werden. In Osterath sollen die 220-Kilovolt-Leitungen südlich des Ortes durch 380-Kilovolt-Leitungen ersetzt und die Umspannanlage ausgebaut werden.
Dazu müssen neue Masten gebaut werden. Laut RWE ist der Neubau von 20 km Höchstspannungsleitung zwischen Osterath und der Umspannanlage Gohrpunkt bei Rommerskirchen geplant. Für das Kreisumweltamt ist die Sache klar: Wenn landschaftsrechtlich alles in Ordnung ist, bekommt der Stromkonzern die Erlaubnis für den Neubau.
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