Osterath Der Bebauungsplan Nr. 266 ist ein besonderer für Meerbuschs Ortsteil Osterath. Schließlich gibt er Aufschluss über die städtebauliche Neugestaltung des ehemaligen Ostara-Geländes.
Frischemarkt, 250 Wohneinheiten sowie ergänzendes Gewerbe - die Oberhausener Carat-Gruppe hat als Eigentümer mit dem 14 Hektar großen Areal einiges vor.
Konsequenzen für Osteraths Bür- ger bringt das neue Nutzungskonzept in jedem Fall mit sich: Denn dort, wo neuer Wohnraum und Ar- beitsplätze entstehen, ändert sich auch das Verkehrsaufkommen. Deswegen haben Gutachter jetzt im Auftrag der Verwaltung ein Verkehrskonzept vorgestellt.
Ergebnis: Die Auswirkungen der Bauvorhaben sind verkehrstechnisch vertretbar, lassen Osterath aber an seine Kapazitätsgrenzen stoßen.
Statistische Erhebungen der Gut- achter ergaben, dass allein die Meerbuscher Straße einer Belastung von rund 20 000 Fahrzeugen pro Tag ausgesetzt ist - Mehraufkommen durch den Frischemarkt und Kleingewerbe noch nicht eingerechnet.
„Hier müssen wir mit zusätzlich rund 8000 Fahrzeugen kalkulieren“, sagt Wolfgang Christ. Der Diplom-Ingenieur wies allerdings darauf hin, dass das Kundenpotenzial des Frischemarktes zumindest teilweise durch den bestehenden Aldi-Markt geschwächt werde.
„Wegen des Konkurrenzeffekts müssen wir etwa 900 Fahrten pro Tag abziehen“, so Christ. Angesichts dieser rund 40-prozentigen Steigerung des Verkehrsaufkommens sehen sich die politischen Gegner des Frischemarktes in ihrer ablehnenden Haltung bestätigt.
„Ohne den Markt hätten wir dieses Problem nicht“, sagt Klaus Rettig von der FDP.
Probleme bereiten den Planern vor allem die Knotenpunkte rund um das derzeit verwaiste Gelände: Ampeln sollen die neuralgischen Punkte entschärfen.
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