"ProBeruf" im BBZ Grevenbroich (NGZO). "ProBeruf" im BBZ Grevenbroich mit 31 Unternehmen / Schüler von 25 Klassen informierten sich
Rhein-Kreis Neuss (agoe) "Die ersten Bewerbungen sind bereits abgeschickt", erzählt Bernd Königs, Lehrer für Maschinentechnik und Religion am Grevenbroicher Berufsbildungszentrum (BBZ). Eine Folge des Projekttages zur Berufsorientierung, kurz ProBeruf genannt, der bereits seit 2002 im Forum des Schulzentrums veranstaltet wird.
Zum ersten Mal allerdings lag die Organisation in Königs' Händen, da er am BBZ die Funktion des Berufskoordinators einnimmt. Das Vorbereitungs-Procedere jedoch ist immer dasselbe. "Ich habe an die 60 Unternehmen aus dem Rhein-Kreis, aber auch aus Düsseldorf ,angeschrieben", berichtet der Lehrer. 31 sagten zu und bauten ihre Stände auf. Und die wurden von den Schülern der 25 Klassen der Berufsfachschulen, der Höheren Handelsschule, der Fachoberschule und des Wirtschaftsgymnasiums heftig frequentiert.
"Viele Anprechpartner der Unternehmen waren begeistert, da die meisten Schüler sich gut vorbereitet hatten und entsprechende Fragen stellten", so Königs. Das Informationsangebot reichte von kaufmännischen über technische bis hin zu sozialen Berufen. "Wir versuchen, unseren Schülern ein vielfältiges Angebot zu bieten, denn die berufliche Orientierung ist ein wichtiges Ziel unserer Arbeit", erklärt Bernd Königs.
Ob Mechatroniker bei RWE Power oder Industriemechaniker bei Hydro – technisch Interessierte bekamen neben Informationen über Dauer und Inhalte der Ausbildung auch anschauliche Anregungen. Jugendliche mit "sozialer Ader" konnten kurz verschiedene Sozialberufe kennenlernen, etwa am Stand des Ausbildungszentrums für Pflegeberufe des Rhein-Kreises Neuss.
Das umfangreichste Angebot gab es für diejenigen, die einen kaufmännischen Beruf ins Auge fassen. Vom Außenhandel bis zum Bankwesen stellten Ausbildungsleiter und Auszubildende rund ein Dutzend Bereiche vor. Diese Informationsfülle beeindruckte einige Schüler sehr. "Ich wusste gar nicht, dass es so viele Weiterbildungsmöglichkeiten allein beim Steuerberater gibt", äußert sich Christina Maaßen.
Blickfang an diesem Tag war eindeutig die Friseurbühne. Dort wurden unter anderem fleißig Haare geschnitten. Doch die Informationen über den Ausbildungsweg kamen natürlich auch nicht zu kurz. Wer sich für gar keinen Beruf so recht erwärmen konnte, hatte immer noch die Möglichkeit, sich Rat bei der Arbeitsagentur, der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer zu holen. Mit Broschüren, auch zu Berufen, die nicht vor Ort vertreten waren, eingedeckt, konnten die Suchenden sich genügend Lektüre mit nach Hause nehmen.
Die Schüler hatten übrigens auch einen Fragenkatalog zu bearbeiten oder eine Lernaufgabe zu erledigen, so dass der Vormittag recht schnell vorbei war. "Ich fand es klasse, dass so viele Aussteller da waren", urteilt Katja Schumacher aus der Fachoberschule. Und für einige ergaben sich nach dem "Rundlauf" ganz konkrete Wünsche, die – wie bereits erwähnt – zu einer ebenso konkreten Bewerbung führten. "Darüber freuen wird uns natürlich besonders", meint Bernd Königs.
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