Leistungen von Grunschülern überprüfen (NGZ). Von Cordula Schmitz Nach PISA für die weiterführenden Schulen und IGLU für die Grundschulen kommt jetzt VERA . Dieser Test soll den Leistungsstand an den Grundschulen überprüfen und bietet den Lehrern Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Grundschulen im gesamten Bundesgebiet.
VERA soll die Wahrheit ans Licht bringen. Der Vergleichs-Arbeiten-Test für die Grundschulen soll den Leistungsstand der einzelnen Schulen und innerhalb der Klasse aufdecken. Der Test wurde von Wissenschaftlern der Universität Koblenz-Landau gemeinsam mit Schulpraktikern und Experten aus den einzelnen Bundesländern entwickelt. In verschiedenen Schwierigkeitsgraden sollen die Fähigkeiten und Kenntnisse der Kinder besser analysiert werden können.
So können die Fähigkeiten den so genannten Kompetenzstufen zugeordnete werden, ein Verfahren, das auch bei den Schulstudien PISA und IGLU angewendet wird. Am Donnerstag werden auch die Grundschüler im Rhein-Kreis, gemeinsam mit allen anderen Dritt- und Viertklässlern aus ganz NRW über einem 90-minütigen Wissenstest im Fach Deutsch brüten. Am Dienstag brachten die Schüler schon den Test im Fach Mathematik hinter sich. Die Atmosphäre ist zwar genauso wie bei einer Klassenarbeit, aber Noten gibt es für das richtige Lösen der Aufgaben nicht.
„Das Ergebnis der Jungen und Mädchen ist auch nicht relevant für das Zeugnis oder die weitere Schullaufbahn“, betont Ursula Schreurs-Dewies vom Kreis-Schulamt. Der Test im Fach Deutsch beinhaltet vier Abteilungen. Es werden das Leseverständnis, die Rechtschreibung, freies Schreiben und die Sprachfähigkeit überprüft. Manche Fragen sind schon recht knifflig, aber „es soll auch geschaut werden, ob die Kinder in der Lage sind, sich selbständig Lösungen zu erarbeiten. Auch wenn das noch nicht im Unterricht durchgenommen wurde“, erklärt Andrea Knopper, die Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Grundschule in Reuschenberg. Vor einer Überforderung der Jungen und Mädchen hat sie keine Sorge: „Es müssen nicht zwangsläufig alle Fragen beantwortet werden.
Die Kinder können selbst entscheiden wann sie eine Frage lieber offen lassen wollen“. Die Lehrer sind auf die Lehrstand-Erhebung schon seit den Sommerferien vorbereitet worden. „Wir konnten uns die ganze Zeit Probeaufgaben aus dem Internet herunterladen und so schon mal mit den Kindern üben“, erklärt Andrea Knopper. Mit der Betreuung im vorhinein durch die Mitarbeiter des Schulamtes und der Landesregierung ist sie sehr zufrieden.
„Aber die Mehrkosten und auch die Mehrarbeit bezahlt uns leider niemand“, sagt sie. Auch die Eltern der Schüler haben Post vom Ministerium bekommen, in der der Vergleichstest angekündigt worden ist. Gleichzeitig wurde beim Elternabend noch einmal darauf hingewiesen, wann der Termin ist, und was die Kinder erwartet. Über das anstehende Ergebnis vermag Andrea Knopper noch nichts zu sagen. „Ich denke, wir müsse n erstmal ein wenig Erfahrung mit diesem neuen System sammeln, um überhaupt einen Überblick über die verschiedenen Leistungsstufen zu bekommen.“ Ein reines Ranking soll die Übung ohnehin nicht sein.
Die Auswertung soll vielmehr zeigen, wie viele Kinder in einer Klasse oder einer Schule in der Lage waren, Aufgaben auf verschiedenen Schwierigkeitsebenen zu lösen. Das Ministerium für Schule, Jugend und Kinder weist darauf hin, dass „die Lehrstand-Erhebung mit großer Ernsthaftigkeit, aber auch mit Gelassenheit anzugehen“ sei. Im November stehen ähnliche Tests für die Schüler der neunten Klassen an. Und jetzt warten Lehrer und Schüler gespannt aufs Ergebnis.
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