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Rhein-Kreis Neuss: Breite Mehrheit für Ringerhalle in Sicht

zuletzt aktualisiert: 07.04.2010 - 21:30

Rhein-Kreis Neuss (NGZO). Die von der Dormagener Ratsmehrheit (CDU, FDP, Grüne) gestoppten Pläne für eine neue Ringerhalle müssen womöglich doch nicht in der Schublade verschwinden. Im Kreis zeichnet sich eine (Ganz-)Große Koalition für den Bau der Halle ab.

Seit Jahren gehört der AC Ückerath bundesweit zu den Leistungsträgern des Frauen-Ringens.  Foto: NGZ
Seit Jahren gehört der AC Ückerath bundesweit zu den Leistungsträgern des Frauen-Ringens. Foto: NGZ

Nachdem zuvor CDU und FDP bereits eine Initiative gestartet hatten, signalisierte am Mittwoch auf Anfrage der NGZ auch Rainer Thiel als Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Zustimmung: "Wir Sozialdemokraten sind bereit, den Weg mitzugehen."

Grundsätzlich, so Thiel, sei er dagegen, sich in die Lokalpolitik der Städte und Gemeinden einzumischen. In diesem Fall gehe es aber darum, eine Fehlentwicklung zu korrigieren. Seit Jahren herrsche unter den etablierten Parteien ein Konsens, Breiten- und Leistungssport sowie deren anregendes Wechselspiel zu fördern.

Neben dem Breitensport müsse der Rhein-Kreis somit auch im Leistungssport "Profil" zeigen. Dazu zählt Thiel den Handball in Dormagen, das Laufen in Korschenbroich, den Radsport in Kaarst und eben auch den Ringersport, insbesondere den Frauen-Ringersport in Ückerath. Wenn nun die Möglichkeit bestehe, die erforderliche Ringerhalle mit einem Landeszuschuss in Höhe von 80 Prozent zu bauen, dann dürften die Verantwortlichen diese Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Auf Antrag von CDU und FDP wird sich der Kreisausschuss in seiner Sitzung vom 21. April mit der Frage der Ringerhalle beschäftigen. Jürgen Steinmetz, der Allgemeine Vertreter des Landrates, kündigte gegenüber dieser Zeitung an, die Verwaltung bereite die Beratungen vor und würde am 17. April die Unterlagen den Fraktionen zur Verfügung stellen.

Experten fürchten, Dormagen werde ohne neue Ringerhalle kein NRW-Sportleistungszentrum. Die Pläne zum Bau der 600 000 Euro teuren Halle werden auch vom Land unterstützt, das einen 80-prozentigen Zuschuss in Aussicht gestellt hat. Rund zehn Prozent der Finanzierung will der gastgebende AC Ückerath auf die Beine bringen.

Quelle: NGZ/dhk

 
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