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Rhein-Kreis Neuss: Brücke über den Atlantik

VON THILO ZIMMERMANN - zuletzt aktualisiert: 08.08.2007 - 21:30

Rhein-Kreis Neuss (NGZ). „German-American Studies“: Eine wissenschaftliche Sommerschule auf Schloss Dyck soll künftig den studentischen Austausch fördern. Am Mittwoch präsentierten Deutsche und Amerikaner ihr Vorhaben der Öffentlichkeit.

Deutsch-amerikanische Freundschaft: Landrat Dieter Patt (links) und Paul Nathanson 
, akademischer Direktor der Universität von New Mexico, wollen auf Schloss Dyck 
unter anderem eine „Sommerschule“ etablieren.  Foto: berns
Deutsch-amerikanische Freundschaft: Landrat Dieter Patt (links) und Paul Nathanson , akademischer Direktor der Universität von New Mexico, wollen auf Schloss Dyck unter anderem eine „Sommerschule“ etablieren. Foto: berns

Rhein-Kreis Neuss Der Rhein-Kreis Neuss baut verstärkt mit an der Brücke zwischen Deutschland und Amerika. Das wurde am Mittwoch auf Schloss Dyck deutlich, wo Landrat Dieter Patt und US-Generalkonsul Matthew G. Boyse die Ergebnisse einer Tagung von Wissenschaftlern präsentierten.

Deren Ziel war es, im Rahmen einer transatlantischen Kooperation gemeinsam mit der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, der Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, der Fachhochschule für Oekonomie und Management (FOM) Neuss und der University of New Mexico ein Austauschprogramm auf die Beine zu stellen.

Info

Tradition und Sport

Die University of New Mexico ist eine staatliche Universität in Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico. Die 1889 gegründete Einrichtung hat knapp 25 000 Studenten und ist Mitglied der Mountain West Conference. Die Basketballer sind mit der American-Football-Mannschaft - beide als „Lobos“ bekannt - das sportliche Aushängeschild der Uni.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Im März führt ein naturwissenschaftliches Seminar auf Schloss Dyck erstmals Experten aus dem Rheinland und New Mexico zusammen. Eine vierwöchige „Sommerschule“ schließt sich an. Amerikanische Studenten werden sich mit natur- und humanwissenschaftlichen Themen beschäftigen und neben dem Unterricht Exkursionen wie etwa nach Brüssel unternehmen.

Alle Beteiligten arbeiten daran, dass im Jahr darauf deutsche Hochschulbesucher in New Mexico Studiengänge wie Geschichte oder Amerikanistik besuchen können. Kooperationen in den Bereichen Jura und Gesundheitswesen sind außerdem möglich. „Es ist die Absicht aller Partner, Schloss Dyck als ein Zentrum für ,German-American Studies’ zu entwickeln“, so Tillmann Lonnes, der Kreis-Kulturdezernent.

Die amerikanische Delegation wurde von Paul Nathanson, dem akademischen Direktor der Universität von New Mexico angeführt, und auch er war voll des Lobes über die Begegnung, der ein „Letter of Intent“, eine Vereinbarung über die konkrete Zusammenarbeit, erwachsen soll.

 „Die Initiative ist ausgezeichnet“, freute sich Generalkonsul Boyse. Erstens wüssten die meisten Deutschen nichts von den interessanten Dingen und Einrichtungen jenseits der US-Küsten, und zweitens nehme Deutschland für die Amerikaner immer noch „eine unwahrscheinlich wichtige Rolle“ ein.

Aus dem Austausch könne „eine Institution“ werden, gab Landrat Patt die Marschroute aus. Er erinnerte an die Anfänge der Beziehungen zwischen Rhein-Kreis und New Mexico. Sie begann in den 1980er Jahren mit Germanistik und erstreckt sich mittlerweile über Felder vom Sport bis zur Berufsausbildung.

Kooperationsmöglichkeiten mit der Anderson-School for Management in Albuquerque gesucht und gefunden hat Professor Dr. Elmar E. Schmitz von der FOM Neuss. „Unsere Master-Programme haben viele Schnittstellen“, erkannte der Gelehrte schnell. Jetzt soll ein Austausch den Studenten das Klima im Business des jeweils anderen Landes näher bringen.

Quelle: NGZ

 
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