Rhein-Kreis Neuss (NGZO). Rhein-Kreis Neuss (NGZ) Der Advent ist eine schöne Zeit – und verheißt auch für Taschendiebe und Räuber immer wieder reiche Beute. "Auf den jetzt beginnenden Weihnachtsmärkten geht es wieder los", weiß der Neusser Versicherungsexperte H. Jürgen Küsters, Sprecher des Bezirks Neuss im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute. Täglich würden dann bei der Polizei wieder verschwundene Geldbörsen und Brieftaschen gemeldet, weiß er aus Erfahrung.
"Ersatz dafür gibt es tatsächlich manchmal", sagt Küsters, "und zwar von der Hausratversicherung, aber nur, wenn Gewalt im Spiel war." Wurde durch einen heimlichen Diebstahl oder leichtes Entreißen nur die Unaufmerksamkeit ausgenutzt, ist von dieser Adresse jedoch nichts zu holen. Küsters weiter: "Ein Angriff auf die Person oder die Androhung von Gewalt reichen schon, damit die Hausratversicherung für den Schadenersatz zuständig ist."
Der Ersatz – nach Anzeige bei der Polizei und beim Versicherungskaufmann – sei aber begrenzt. Zehn Prozent der Hausrat-Versicherungssumme seien auch "draußen" versichert, bei Bargeld liege das Limit je nach Vertrag bei 250 bis 1000 Euro. "Es ist ohnehin nicht empfehlenswert mehr Bares bei sich zu haben", betont Küsters, der dringend rät, sich im Fall des Falles unbedingt nach Zeugen umsehen. "Weil die Grenze zwischen Diebstahl und Raub fließend ist, gibt oft die Aussage eines Beobachters den Ausschlag für die Erstattung durch die Versicherung."
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