Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Büderich An die rechte Schwingtür hat jemand ein kleines Schild geklebt: „Yes we can“, steht in weißen Lettern auf blauem Grund geschrieben. Offensichtlich hat dieser schlichte Satz, der 2008 praktisch die ganze Welt elektrisierte, auch hier einen Anhänger gefunden.
Politik beim Großcaterer? Wohl eher nicht. Doch hinter dieser Schwingtür ist der Glaube ans eigene Können mindestens genauso gefordert wie im Wahlkampfspektakel des Jahres.
Hinter der Schwingtür des Premium-Caterers Broich dampft, zischt und brodelt nämlich der Weihnachtsfeier- und Silvester-Endspurt. Und in jedem Topf soll trotz der Masse immer auch ein kleines Meisterwerk entstehen.
Ich bin mit Markus Tintemann verabredet. Der 24-Jährige erwartet mich mit einem kleinen Kleiderbündel unter dem Arm und einem aufmunternden Lächeln: „Yes you can“ - irgendwie wird’s schon werden.
Ganz so sicher bin ich mir da nicht, schließlich bürgen der wiederholte Konsum von TV-Kochsendungen und diverse Erfolgserlebnisse am heimischen Herd noch nicht dafür, dass der Einsatz bei Profis nicht doch in einem Fiasko enden könnte.
Als eines der führenden Catering-Unternehmen Deutschlands hat Broich in den Düsseldorfer Böhlerwerken gleich an der Stadtgrenze zu Meerbusch seinen Produktions- und Verwaltungssitz.
Die großen Hallen auf dem weitläufigen Gelände lassen erahnen, dass Anfang des vergangenen Jahrhunderts hier noch kein Schampus, sondern glühender Stahl in die dafür vorgesehen Behältnisse gegossen wurde.
Das Kesselhaus hat sich mittlerweile zum Szenetreff der Düsseldorfer Lokalprominenz gemausert, Dienstleister und Ideenschmieden bevölkern die Gebäude.
Mehr lesen Sie in der Silvesterausgabe der Neuß-Grevenbroicher Zeitung am 31. Dezember 2009.
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