kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Diakonische Werk: Der Mensch im Mittelpunkt

zuletzt aktualisiert: 06.10.2004 - 22:24

Diakonische Werk (NGZ). Von Cordula Schmitz

Das Diakonische Werk im Rhein-Kreis Neuss hat seinen Geschäftsbericht veröffentlicht. Trotz knapper Kassen konnten einige neue Projekte verwirklicht werden. Aber aufgrund der angespannten Finanzverhältnisse musste der Familiendienst eingestellt werden. In Grevenbroich unterhält das Diakonische Werk das Albert-Schweitzer-Haus , in dem ältere Menschen wohnen können und von sachkundigen Helfern wie zum Beispiel Schwester Isabell betreut werden. NGZ-Foto: H. Jazyk

„Das 40. Jahr in der Vereinsgeschichte des Diakonischen Werks im Rhein-Kreis Neuss war eines der ereignisreichsten und wird mit großer Nachhaltigkeit auf die weitere Entwicklung wirken“. So steht es im jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht der Diakonie über das Jahr 2003. Und in der Tat, viele Projekte, die zurzeit angelaufen sind, stammen aus dem vergangen Jahr.

Die Grundsteinlegung für das Seniorenheim „Haus Tabita“ in Kleinenbroich erfolgte noch im Jahr 2003, fertiggestellt wurde der Komplex im April diesen Jahres. Einweihung ist am Samstag. „Haus Tabita“ ist das erste Seniorenheim, dass dem Konzept der Hausgemeinschaft folgt. Dort leben acht bis neun Personen im Haushalt zusammen.

Ein ganz besonderes „Highlight“ gab es im Monat Dezember. Das Modellprojekt „Servicebüro für Ehrenamtlichkeit in der stationären Altenhilfe“ (SESA), erhielt in Berlin den Innovationspreis „Innovatio“. Neben 230 anderen Trägern hatte sich das Diakonische Werk beworben und erhielt von der Jury den Zuschlag. SESA soll den Kontakt zwischen alten Menschen in den verschiedenen Einrichtungen und dem Umfeld verstärken, um das Zusammenleben der Generationen zu stärken. Die sozialen Dienste ziehen grundsätzlich ein positives Fazit.

Einziger Wermutstropfen: Nach fast 40 Jahren musste der Bereich der Familienpflege aus wirtschaftlichen Gründen zum Ende des Jahres 2003 eingestellt werden. Menschen, die den Service in Anspruch nehmen wollten, gab es aber mehr als genug, wie die Zahlen aus dem Geschäftsbericht belegen. Bei der Familienpflege war die Nachfrage traditionell größer als das Angebot. Im Berichtszeitraum erreichten die Diakonie 33 Anfragen, lediglich 17 Familien mit insgesamt 43 Kindern konnte geholfen werden.

Die Beratungstellen für Senioren in Jüchen, Korschenbroich und Dormagen zur Erhaltung der Selbständigkeit bei älteren Menschen sollen beibehalten werden. Wenn das Diakonische Werk den Bau des Seniorenheims in Kleinenbroich fertig gestellt hat, wird die Beratungsstelle voraussichtlich dort untergebracht. Die Diakonie-Pflegestationen in Jüchen, Korschenbroich und Dormagen bezeichnen 2003 als ein erfolgreiches Jahr.

Für Jüchen und Korschenbroich war es eine Zeit der Konsolidierung. Die Anzahl der Pflegekunden stieg auf 77. Dormagen konnte weiter wachsen. „Die Arbeitsbelastung hat zwar zugenommen, aber die Qualität der Pflege konnte dennoch gehalten werden“, heißt es. Die Pflegestation in Dormagen konnte ausgebaut und die Anzahl der Kunden erweitert werden, was wiederum dem Umsatz zu Gute kam. In Grevenbroich und Rommerskirchen gab es im vergangenen Jahr eine ähnliche Entwicklung. Insgesamt wird eine noch engere Verzahnung zwischen den einzelnen Einrichtungen im Pflegebereich angestrebt.

Die materiellen Rahmenbedingungen haben sich im Geschäftsjahr 2003 allerdings stetig verschlechtert.

Das Diakonische Werk muss auch in Zukunft mit kleineren Budgets und gekürzten Haushalten leben. Umso wichtiger ist auch in den kommenden Jahren die Mithilfe der vielen ehrenamtlich tätigen Helfer.

INFO: Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Sie leistet in ihren Einrichtungen einen vielfältigen Dienst am Menschen. Das Werk ist ein gemeinnütziger Verein. Es hat in Deutschland 27 000 selbständige Einrichtungen verschiedener Größe und über eine Million Betreuungsplätze. Das Diakonische Werk beschäftigt 450 000 hauptamtliche Mitarbeiter. Daneben sind rund 400 000 ehrenamtliche Helfer aktiv. Einen großen Teil seiner Mittel bezieht das Werk aus Spenden und der Kirchensteuer.

Quelle: NGZ


Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR

Freitag began islamischer Ramadan

Fastenmonat beginnt

Freitag begann der islamische Fastenmonat Ramadan. Für Muslime ist das Fasten, das jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres beginnt, eine der fünf Säulen ihrer Religion. Daneben gibt es die täglichen Gebetszeiten, das Pilgern nach Mekka, ... mehr

 

Programm NGZ-Leserreisen 2005

Von Samba bis Kirschblüte

Bereits zum siebten Mal öffnet am 28. Oktober der NGZ-Reisemarkt seine Türen. Von 16 bis 19 Uhr haben Besucher Gelegenheit, sich im Zeughaus der Stadt Neuss ausführlich von den Reiseveranstaltern „Peter Deilmann Reederei“ aus Neustadt in Holstein, ... mehr

 

Steinbach erzeugt Olympiagefühle in Neuss

Sport nicht nur bei Olympia

 

Ab dem 8. November flächendeckender Einsatz

Digitales Fernsehen auf Vormarsch

 

Lob für den Rhein- Kreis Neuss

Bauen für die Zukunft

 

Das große Areal für andere Veranstaltungen nutzen

Museum bleibt in Sinsteden

 
BILDER AUS DEM RHEIN-KREIS
Freibäder und Badeseen im Rhein-Kreis
Freibäder und Badeseen im Rhein-Kreis
Freibäder und Badeseen im Rhein-Kreis mehr 
 
Freibäder und Badeseen im Rhein-Kreis
Freibäder und Badeseen im Rhein-Kreis
Freibäder und Badeseen im Rhein-Kreis
mehr 
„Magic Monte Carlo“ in Roncallis Apollo Varieté
„Magic Monte Carlo“ in Roncallis Apollo Varieté
„Magic Monte Carlo“ ist die neue Show in ..
mehr 
Das sagen die Bürger im Rhein-Kreis zur NRW-Wahl 2012
Das sagen die Bürger im Rhein-Kreis zur NRW-Wahl 2012
Das sagen die Bürger im Rhein-Kreis zur NRW-Wahl 2012
mehr 
Der Wahlabend in Dormagen und Rommerskirchen
Der Wahlabend in Dormagen und Rommerskirchen
Der Wahlabend in Dormagen und Rommerskirchen. NRW-Wahl 2012
mehr 
 
Familienanzeigen