Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Rhein-Kreis Neuss Wenn sich Dr. Georg Waldmann an jenen Tag im November 2005 erinnert, schüttelt er heute noch den Kopf. „Wären wir an diesem Nachmittag nicht zufällig vorbeigekommen!“, sagt er.
Zusammen mit Dr. Holger Kels, einem Kollegen, stieß der Biologe und Geologe damals auf einen Schatz, der schon im Müllcontainer entsorgt worden war und damit um Haaresbreite für immer verloren gegangen wäre.
Der 45-Jährige nimmt eines der geretteten Fundstücke in die Hand, schlägt kräftig mit dem Hammer drauf und sagt: „Stinkkalkstein.“ In die Nase steigt ein Geruch, so als ob gerade ein Streichholz entzündet wurde.
Waldmann steht in einem kleinen Raum, in dem sich „Holland“-Holzkisten stapeln. Auf den ersten Blick erkennt man Steine, nichts als Steine: In der Tat, ein Schatz.
Denn was Waldmann und Kels damals im Bereich der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität aus dem Müllcontainer fischten und in mühevoller Kleinarbeit über Monate wieder in Ordnung brachten, ist eine europaweit in dieser Form einzigartige Sammlung so genannter Rheingerölle, die aus Kiesgruben in der Nordkanalniederung zwischen Kaarst und Korschenbroich in den 70er und 80er Jahren zusammengetragen und später der Abteilung Geologie an der Uni Düsseldorf überlassen wurden.
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