Welche Adresse hat eigentlich der Weihnachtsmann? Keine Frage für die Internet-Generation: www.weihnachtsmanndorf.de lautet die richtige Anschrift, vorausgesetzt, der Kontakt soll über das weltumspannende Datennetz hergestellt werden. Auf dem Bildschirm erscheinen schneebedeckte Berge und verschneite Fachwerkhäuser. Virtuell geschmückt: der Weihnachtsbaum der k-Generation. NGZ-Foto: L. Berns -->
Wer mit der Maus durch die Landschaft wandert, kann viele Fenster und Türen öffnen: Da können Wunschzettel geschrieben und Grußkarten mit Weihnachtsmotiven verschickt werden. Außerdem gibt es ein breites Angebot an Weihnachtsgeschichten, -liedern, -rezepten, -bräuchen, -gedichten und -spielen. Wer bislang geglaubt hat, der Weihnachtsmann sei eine Erfindung oder Phantasie-Figur, kann sich im Weihnachtsdorf vom Gegenteil überzeugen: Im Live-Chat "talkt" der Weihnachtsmann höchstselbst.
Informationen gibt es auch, zum Beispiel das aktuelle Wetter in Himmelpforten oder eine Umfrage: "Gibt es weiße Weihnachten?" Doch der Weihnachtsmann ist im Internet nicht ohne Konkurrenz: Da wäre noch die Christkindpost. Unter der neuen Adresse www.geocities.com/EnchantedForest/Fountain/8734/ können Kinder ebenfalls einen Wunschzettel abschicken. Die Organisatoren versprechen, jede Wunsch-E-Mail zu beantworten.
Doch das Internet hilft nicht nur, Wünsche zu erfüllen, es bietet auch Unterstützung für Hintergrundwissen rund um Weihnachten - sehr nützlich auch für Eltern mit Kindern im Dauerfrager-Alter. Unter www.krippen.de findet sich eine Sammlung mit Advents- und Weihnachtsliedern, Weihnachtsgeschichten, Backrezepten und Erläuterungen zur Historie der Weihnachtskrippen in ihren vielgestaltigen Formen und Ausführungen. Auch eine Link- und Buchliste zur weiteren Information fehlen nicht. Wer nicht mehr weiß, was er sich wünschen soll, kann sich beim Christkind einen Blick in die Wunschzettel anderer Kinder und Erwachsener werfen. Das zuständige Christkind sitzt übrigens in Wien und ist unter http://christkind.wu-wien.ac.at zu erreichen.
Bislang wurden dort schon über 400 Wünsche per E-Mail abgegeben. Außerdem gewährt das Christkind dort einen Blick in seinen Terminkalender: Danach werden "Wünsche der Erdenbürger" noch bis einschließlich heute entgegengenommen. Die Wunschzettel sind dann noch bis zum 31. Januar einzusehen - vielleicht zur Kontrolle, ob das Christkind auch nichts vergessen hat? Interessant ist auch der letzte Eintrag im Kalender: "Urlaub vom 1. Februar bis 31. September". Aus anderer Quelle, www.christkindlesmarkt.de , ist der Name des Christkinds zu erfahren, zumindest der des zuständigen Christkinds in Nürnberg. Dort dürfte in diesen Tagen die 17 Jahre alte Schülerin Stephanie Jank einen stressigen Job haben, den sie ist das aktuelle Christkind 1999/2000, ausgewählt aus einer Jury von Medienvertretern, Fachleuten der Städtischen Bühnen und des Amtes, das für den bekannten Christkindelsmarkt zuständig ist.
Junge Frauen, die selbst einmal mit Krone, Lockenpracht und Flügeln unterwegs sein wollen, können sich online bewerben - vorausgesetzt, sie wohnen in Nürnberg oder wurden dort geboren. Weitere "Qualifikationen", die zu erfüllen sind: zwischen 16 und 19 Jahre alt, nicht unter 1,60 Meter groß und absolut schwindelfrei, schließlich eröffnet das Christkind den Nürnberger Markt mit einem Prolog hoch über den Dächern der Stadt. Und noch ein praktischer Tipp: Wer vor dem Schmücken des eigenen Weihnachtsbaums erst einmal üben möchte, hat dazu unter www.h2net.de/weihnachten2000/index.html Gelegenheit. Mit der Maus kann im "Drag and Drop"-Verfahren ein Baum geschmückt und als Karte verschickt werden. ki
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