Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Rhein-Kreis Neuss Der Eindruck von einem großen Freizeitpark drängt sich auf. Aber mit Blick auf das beschriebene Objekt - Schloss Dyck - schämt man sich sofort, diese Vokabel im Zusammenhang mit barocker Pracht, Gartenkunst, Konzerten und niveauvollen Attraktionen auch nur gedacht zu haben.
Und doch: Der neue Imagefilm über Schloss Dyck, der am Mittwoch im Rathaus Jüchen vorgestellt wurde, macht effektvoll deutlich, dass nicht nur das Gelände, egal wann und zu welcher Jahreszeit, etwas zu bieten hat. Auch die Fülle an Veranstaltungen trägt mit dazu bei, dass das Schloss ein echter regionaler Fixpunkt für die Freizeitgestaltung geworden ist. Die Menschen haben sich entschieden: Rund 180 000 Besucher aus nah und fern allein im vergangenen Jahr sprechen für sich. Zur Erinnerung: 1999 waren es gerade einmal dreißig- bis vierzigtausend, die sich von dem immer morbider werdenden Charme verzaubern ließen.
Auf Dyck, um Dyck und um Dyck herum: Es geht was ab, ja, aber es passt zum Objekt, um das sich letztlich alles dreht - einen bis 1991 ständig bewohnten ehemaligen Herrschersitz einer rheinischen Adelsfamilie, die ihr „Haus“ schließlich in eine Stiftung einbrachte. Dyck steht seither für ein sich fortentwickelndes Projekt.
Der als DVD erschienene Film setzt jedoch nicht auf Visionen, sondern verweist auf das, was Dyck derzeit ausmacht. Im Spiegelbild von Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter erlebt der Zuschauer ein Jahr im Zeitraffer - und nicht jeder dürfte einmal das Vergnügen gehabt haben, Schloss und Gärten tief verschneit gesehen zu haben. Weil dem so ist, sind es Aufnahmen mit Seltenheitswert ...
Entstanden ist der knapp 22 Minuten dauernde Film mit Unterstützung der Gemeinde Jüchen und der Stiftung Schloss Dyck. Die Herstellungskosten beliefen sich auf 20 000 Euro. Das von einer Uedemer Produktionsfirma erstellte Werk wird vom Rhein-Kreis Neuss, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, herausgegeben und erscheint in einer Auflage von 3000 Stück, mit der auch jenseits der Landesgrenzen geworben werden soll.
Aber, das stellte Landrat Dieter Patt am Mittwoch heraus, der Film solle gerade auch lokal seine Wirkung entfalten: ein Identifikationspunkt solle Dyck für die Jüchener sein, „unser Schloss“. Es liegt schließlich in ihrer Gemeinde - und dieser Umstand ließ Bürgermeisterin Margarete Kranz am Mittwoch natürlich strahlen.
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